- Aktuelles
- Veranstaltungen
- Bibliothek und Mediathek
- Portugiesisch lernen
- Portugal – Land und Kultur
- Allgemeine Informationen
- Medien
- Portugal kennen lernen
- Sprache
- Literatur
- Literaturgeschichte
- Die Entstehung der portugiesischen Sprache
- Troubadour-Lyrik
- Die ersten Prosatexte
- Der Beginn der Geschichtsschreibung
- Entstehung und Tradition des Theaters
- Die Renaissance-Dichtung
- Ein portugiesisches Epos
- Geschichtsschreibung und Reiseliteratur
- Literatur des Barock
- Die Aufklärung
- Die Romantik
- Der Realismus
- Das 20. Jahrhundert
- Theater
- Literaturgeschichte
- Musik
- Kunst
- Geschichte
- Portugiesischsprachige Welt
- Öffnungszeiten
- Über uns
- Kontakt
Author Archives: francisco
Cante alentejano: tradição versus recriação?
von Amílcar Vasques Dias
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Kompositionen
07/05/2012 – 12/07/2012
Malerei von Erdmute Blach zu Musik von Amílcar Vasques Dias
Die Ausstellung entsteht aus der Zusammenarbeit vom Generalkonsulat von Portugal in Hamburg und dem Centro de Língua Portuguesa/Instituto Camões an der Universität Hamburg.
Generalkonsulat von Portugal in Hamburg
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Kompositionen
Malerei von Erdmute Blach zu Musik von Amílcar Vasques Dias
Schwerpunkt der Ausstellung sind malerische Arbeiten, die durch Kompositionen von Amílcar Vasques Dias angeregt wurden und sich mit seinen Kompositionsprinzipien auseinandersetzen: Verschmelzung traditioneller und klassischer Musik (beeinflusst z.B. von Debussy, Bartok und Stravinsky) und Jazz. Besonders die Kompositionen für Gesang und Klavier zu Texten hispano-arabischer Dichterinnen, die unter dem Titel „Desnudo“ als CD vorliegen, und der Klavierzyklus „Lume de chão – Tecido de memórias e afectos“ haben einen Weg in die malerischen Arbeiten gefunden.
Während Ihres Aufenthalts als artist in residence in der Stiftung OBRAS (Herdade da Marmeleira/ Estremoz, Alentejo, Portugal) im April-Mai 2011 lernte Erdmute Blach die Musik von Amílcar Vasques Dias kennen. Erste Arbeiten zu seiner Musik sind noch in Estremoz entstanden. Seit einem Treffen mit dem Komponisten in ihrem dortigen Atelier dauert der Arbeitsprozess im Dialog mit dem musikalischen Material, das ihr Amílcar Vasques Dias zur Verfügung stellte, an.
Am 25.04.2012 hielt die Malerin einen Vortrag zum Ausstellungsprojekt beim Instituto Camões (Hamburg). Der Komponist trägt vom 2. bis 4. Mai in Rostock, Berlin und Hamburg vor.
Erdmute Blach (*1958, Erfurt) erwarb ihr Diplom als Mathematikerin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre künstlerische Arbeit basiert neben intensiven autodidaktischen Studien auf der langjährigen Teilnahme an Kursen und einer Vielzahl von Sommerakademien in Deutschland, Spanien und der Slowakei.
Sie beteiligte sich an Ausstellungs- und anderen künstlerischen Projekten in Deutschland (u.a. Berlin, Rostock, Lüneburg), Österreich und den USA. 2011 hielt sie sich als artist in residence der Stiftung OBRAS in Estremoz (Portugal) auf.
Viele ihrer Bilder haben Bezüge zu musikalischen Themen, ihr besonderes Interesse gilt der Neuen Musik.
Amílcar Vasques Dias (*1945, Badim, Monção, Portugal) studierte Klavier und Komposition an den Konservatorien in Porto und Braga, wie auch instrumentale und elektroakustische Komposition am Königlichen Konservatorium von Den Haag in Holland. Dort übte er 14 Jahre lang (bis 1988) seine künstlerische und pädagogische Tätigkeit als Pianist und Komponist aus.
Seine Produktionen, die in zahlreichen CDs vorliegen, umfassen instrumentale, vokale und elektroakustische Musik sowie multimediale Aufführungen. Derzeit koordiniert er Projekte, die sich auf die Verschmelzung mit traditioneller Musik wie cante alentejano und cante flamenco konzentrieren.
Die Ausstellung entsteht aus der Zusammenarbeit vom Generalkonsulat von Portugal in Hamburg und dem Centro de Língua Portuguesa/Instituto Camões an der Universität Hamburg.
Generalkonsulat von Portugal in Hamburg
Büschstr. 7, 20354 Hamburg, Tel. 040 355 34 84
Mo.-Mi. 9-16:30, Do. 9-18:30, Fr. 9-15:30
Centro de Língua Portuguesa/Instituto Camões
Universität Hamburg, Inst. für Romanistik
Von Melle Park 6, 20146 Hamburg, Tel. 040 42838 2337
Eine Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der portugiesischen Sprache – am 5. Mai.
Generalkonsulat von Portugal in Hamburg
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Wir sind umgezogen!
So sieht das neue Centro de Língua Portuguesa aus. Besuchen Sie uns ein Stockwerk höher, im Raum 771!
Hier stehen wir Ihnen während der Öffnungszeiten zur Verfügung.
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Stipendien für portugiesische Studenten
Bewerbung bis zum 30/ 04/ 2012
Weitere Informationen finden Sie hier: Ausschreibung
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Kompositionen zu Kompositionen: von blauen Zikaden im Alentejo
Der Vortrag begleitet ein Ausstellungsprojekt im Generalkonsulat von Portugal in Hamburg zu Musik des Komponisten Amílcar Vasques Dias.
Der Vorstellung des Komponisten und seines vielfältigen Schaffens wird breiter Raum zukommen. Die von ihm gewählten Arbeitsweisen und Themenkreise bieten spannende Anknüpfungspunkte zu Überlegungen über künstlerische Verfahrensweisen in verschiedenen Bereichen.
Besonders die Kompositionen für Gesang und Klavier zu Texten hispano-arabischer Dichterinnen, die die unter dem Titel Desnudo als CD vorliegen, und der Klavierzyklus Lume de chão – Tecido de memórias e afectos werden näher betrachtet und in Beziehung zu den malerischen Arbeiten gesetzt.
Und natürlich wird verraten, wie die blauen Zikaden in den Alentejo gekommen sind.
Vortrag in deutscher Sprache
Vortrag von Erdmute Blach
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
A ilha dos Espíritos
Lange Zeit bevor sie dem nachgelagerten Festland ihren Namen gab, spielte die Insel Mosambik im indischen Ozean über Jahrhunderte eine wichtige Rolle als Anlaufpunkt für Seefahrer (und Piraten) aus Ost und West.
Ihre Mauern umschließen kurvenreiche Straßen voller Leben mit Herrenhäusern, Kirchen und kleinen Geschäften. Bei den Bewohnern, die stolz auf die ruhmreiche Vergangenheit ihrer Insel sind, handelt es sich um exzentrische Persönlichkeiten: ein Historiker; ein Meeresarchäologe; ein Fischer; der „Pförtner“ der Insel; eine Tänzerin; eine Sammlerin von traditionellen mosambikanischen Stoffen, den „Capulanas“ und antikem Schmuck; eine Kennerin von magischen Wesen, die das kollektive Vorstellungsvermögen der Inselbewohner bevölkern…
Quellen: www.marfilmes.com, www.berlinda.org
Drehbuch: Luís Bernardo Honwana, Licinio Azevedo
Musik: João Carlos Schwalbach
Produktion: Pedro Pimenta
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Licinio Azevedo, Mosambik 2010, 63 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Sonhos guardados e Acampamento de Desminagem
Wer bewacht die Träume derjenigen, die uns erlauben zu träumen? Woher kommen und wer sind diese fast unsichtbaren Menschen, die draußen vor unseren Häusern den Schlaf bewachen und uns erlauben zu träumen? Welche Träume sind es, die sie selbst im Gedächtnis behalten und sich gegenseitig erzählen in Nächten von obligatorischer Schlaflosigkeit, im Licht des Feuers, zwischen der Angst, der Kälte, der Stille der Nacht und mit dem Willen, noch einen Tagesanbruch kommen zu sehen?
Sonhos guardados gewann den Preis Kuxa Kanema für den besten mosambikanischen Film 2004.
Einige kämpften auf gegnerischen Seiten im jüngsten Krieg, der Mosambik zerstörte. Andere gehörten zur zivilen Bevölkerung und entschieden sich für eine Arbeit im Minenräumdienst, um der Arbeitslosigkeit oder der Kriminalität zu entgehen.
Die langen Phasen, in denen sie von ihren Familien getrennt waren, in Gemeinschaftszelten lebten, sowie die Tatsache, dass sie gemeinsam täglich ihr Leben aufs Spiel setzten, formten aus den Pionieren eine sehr außergewöhnliche Gruppe von Menschen.
Der Film wurde auf den Filmfestivals in Cataguases (Minas Gerais), Bahia, Turin und Mailand ausgezeichnet.
Quelle: Ébano Multimédia
Edition: Orlando Mesquita
Kamera: Karl Sousa
Bild: Américo Matola
Musik: Chico António
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Isabel Noronha e Licínio Azevedo, Mosambik 2004 + 2005, 30 + 60 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Ondas comunitárias 2006
2002, im Rahmen des Projektes Media der UNESCO, wurde der Dokumentarfilm Ondas Comunitárias gedreht, der zeigt, wie sich kommunale Rundfunkstationen an verschiedenen Orten in Mosambik auf den Sendestart vorbereiten.
Ondas Comunitárias 2006 ist die Fortsetzung dieses früheren Dokumentarfilms. Der Film ist in vier Episoden aufgeteilt und zeigt uns vier Radiosender in vollem Betrieb. Er konzentriert sich auf die Sichtweise seiner Hörer und analysiert die Auswirkungen der Sendungen auf das Leben der Gemeinden, in denen die Sendungen ausgestrahlt werden.
Quellen: Ébano Multimédia und www.jornadabahia.com
Drehbuch: Licinio Azevedo
Edition: Orlando Mesquita
Musik: Chico António
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Gabriel Mondlane, Mosambik 2006, 56 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Reinata Sadimba – Mãos de Barro
Die Keramikerin Reinata Sadimba wurde 1945 geboren. Die Zeit zwischen ihrem 20. und 30. Lebensjahr verbrachte sie an der Seite ihres Mannes im Krieg. Sie selbst erzählt, sie habe in Unwissenheit, wie sie nach dem Tod ihres Mannes für sich sorgen könnte, damit angefangen, Tonfiguren zu entwerfen als Reaktion auf eine Stimme im Traum, die ihr befahl: „Reinata, steh’ auf und bearbeite Ton.“ Eine Gruppe von Schweizern, die ihr Dorf besucht hatten, nahmen ihre Arbeiten mit zu einer Galerie in der Schweiz, wo Reinata Sadimbas erste Ausstellung stattfand. Seitdem wurde sie zu einer renommierten Künstlerin und stellte ihre Werke in mehreren Ländern aus.
Wir werden sie im Film auf einer Reise in ihre Heimat begleiten, auf die Hochebene der Mueda, die auch die Heimat der Makonden, der berühmten Ebenholzschnitzkünstler ist.
Quellen: Ébano Multimédia, macua.blogs.com/moambique_para_todos
Bild: António Forjaz (Pipas)
Ton: Gabriel Mondlane
Musik: Chico António
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Licinio Azevedo, Mosambik 2003, 50 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Ricardo Rangel – Ferro em Brasa

Ricardo Rangel (1924-2009), Journalist und Fotograf, ist das Symbol jener Generation, die Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts in der Stadt von Lourenço Marques (heute Maputo) die ersten Proteste gegen den herrschenden Kolonialismus initiierte. Damals fotografierte Rangel die weiße Stadt, die Stadt der Kolonialherren, und enthüllte dabei die Unmenschlichkeit und die Grausamkeit des Kolonialismus. In jedem Foto drückte er seine afrikanische Identität aus.
Ricardo fotografierte insgesamt 60 Jahre mosambikanischer Geschichte. In diesem Film führt uns Ricardo im Alter von 80 Jahren durch sein Leben und durch sein Werk. Dabei nehmen die Stadt Maputo, die Boheme und der Jazz einen besonderen Platz ein.
Fonte: Ébano Multimédia
Koproduktion: Ébano Multimédia e Lx Filmes
Bild: Karl de Sousa
Musik: Chico António
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Licinio Azevedo, Portugal 2006, 56 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Malangatana – Ngwenya, o crocodilo
Jeder Pinselstrich von Malangatana ist eine neue Linie in der Geschichte eines langen Lebens. Einzelne Skizzen in schwarz-weiß voller Menschen, die von Tieren umgeben sind, sowie Bilder mit explosiven afrikanischen Farben beschreiben die Erinnerungen des Malers. Während er sie betrachtet, behauptet er: „Eines Tages werde ich das alles erklären.“
Anhand seiner lebendigen Erinnerung und dieses Versprechens werden wir auf eine Reise mit den Geistern in die Zukunft und in die Vergangenheit der afrikanischen Welt mitgenommen. Malangatana (1936-2011), eigentlich Malangatana Valente Ngwenya, zählt zu den bedeutendsten Malern des afrikanischen Kontinents. „Ngwenya“ bedeutet in der Bantu-Sprache Ronga „Krokodil“.
Quellen: www.marfilmes.com, africopoetica.wordpress.com
Produktion: Camilo de Sousa
Edition: José Nascimento
Fotografie: Karl Sousa, João Costa
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Isabel Noronha, Mosambik/Portugal, 2007, 90 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Die Kunst und das Leben in Mosambik
- Ab April 2012 -
Die letzten zehn Jahre des mosambikanischen Dokumentarfilms
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere an den Regisseur Licinio Azevedo, der uns im Dezember 2010 seinen Dokumentarfilm Hóspedes da noite vorstellte. Licinio Azevedo wurde in Porto Alegre, Brasilien, geboren und lebt seit 1975 in Mosambik.
Er ist es auch, der bei vier von sieben Dokumentarfilmen in dieser Mittwochskinoreihe Regie geführt hat. Zwei der anderen Filme sind von Isabel Noronha sowie einer von Gabriel Mondlane. Die drei Regisseure arbeiten mit Ébano Multimédia, einer der aktivsten, wenn nicht sogar der aktivsten mosambikanischen Produktionsfirma zusammen, was jedoch nicht bedeutet, dass ihre Filme auf dem alten Kontinent bekannt sind. Daher haben wir das Privileg, dass alle ausgewählten Filme (mit einer Ausnahme) in unserem Mittwochskino ihre Deutschlandpremiere feiern.
Unter dem Titel Die Kunst und das Leben versammeln sich sieben Dokumentarfilme, die in sechs Sitzungen vorgestellt werden. Die ersten drei sind großartigen Künstlern aus Mosambik gewidmet: Malangatana, dem international bekanntesten mosambikanischen Künstler, dem Fotojournalisten Ricardo Rangel und der Keramikerin Reinata Sadimba. Zwei von ihnen sind bereits verstorben (Malangatana 2011 und Rangel 2009), Reinata Sadimba stellt ihre Werke immernoch aus. Die drei nehmen aktiv am politischen Leben in ihrem Heimatland teil, was die Dokumentarfilme bezeugen. Die Vorstellung am 25. April, der in Portugal als „Tag der Freiheit“ begangen wird, ist Ricardo Rangel gewidmet, dessen Arbeit seit den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dazu beigetragen hat, die Perversität des Kolonialismus herauszustellen.
Das mosambikanische Kino beschäftigte sich jedoch seit 2002 nicht nur mit Künstlern. Die anderen vier Dokumentarfilme, teilweise ausgezeichnet wie z.B. Sonhos guardados, der den Preis Kuxa Kanema für den besten mosambikanischen Film 2004 gewann, beleuchten auch in den Medien präsente Themen wie die Landminen, die Bedeutung eines lokalen Radios für die Bevölkerung und die Insel Mosambik. A ilha dos espíritos (2009) wurde in Deutschland im November 2011 im Rahmen des Festivals „Afrikamera“ in Berlin uraufgeführt.
Es handelt sich dabei um Filme, durch die wir zu anderen Orten gelangen, mit anderen Sprachen, anderen religiösen Vorstellungen, anderen Bedürfnissen und anderen Geschichten in Verbindung treten.
Madalena Simões
PS – Das Centro de Língua Portuguesa/Instituto Camões ist umgezogen! Wir treffen uns ab jetzt ein Stockwerk höher in Phil 771!
Übersetzung hier und im ganzen Heft: Ekaterina Wortmann und Burkhard Reis
Beginn 18:15h
Umzug des Instituts!
Das Centro de Língua Portuguesa ist ein Stockwerk höher gezogen und nutzt jetzt zwei Räume: Phil 769 und Phil 771.
Kommen Sie uns ab dem 26. März besuchen!
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Sprachstipendium 2012: Sommerkurs in Portugal
Das Instituto Camões vergibt auch dieses Jahr ein Sprachstipendium.
Bewerbungen können bis Dienstag, den 28. Februar 2012, eingereicht werden.
Hier finden Sie weitere Informationen.
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Analyse von “A Palavra Mágica” von Vergílio Ferreira
Vortrag von Prof. Dr. Maria de Fátima Henriques da Silva (Porto)
Gastprofessorin im Rahmen des Erasmus-Programms
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Brasilianische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte – Von der Militärdiktatur bis zum Präsidenten Lula
Áureo de Mello aus São Paulo/SP, Schriftsteller, Lehrer und Historiker, hat das Studium der Erziehungswissenschaften an der Universität São Marcos sowie in Geschichte an der Fakultät Nossa Senhora do Sion in Campanha/MG absolviert. Vorträge über Themen zur Weltwirtschaftslage hielt er bereits in vielen brasilianischen Städten und zur brasilianischen Wirtschaft auch an ausländischen Universitäten wie Prag, Seattle, Hanoi, in Jordanien, Brüssel und kürzlich in Batam (Indonesien).
Seine Bücher hat er in 38 Ländern veröffentlicht. Er ist Mitglied verschiedener kultureller und literarischer Zusammenschlüsse, darunter die União Brasileira de Escritores. Er ist der Nachfolger von António Saraiva Sobrinho im Bereich der Geisteswissenschaften von der Galeria dos Academicus Praeclarus des Clube dos Escritores Piracicaba (São Paulo).
Er hat veröffentlicht:
- Filosofia dos anos 2000 (1990);
- Alguns aspectos sociológicos da História Econômica recente do Brasil und
- Capitalismo x Socialismo (1997).
Vortrag von Prof. Áureo de Mello (São Paulo)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Eça de Queirós
Stöbern Sie doch auf unserer Seite im Bereich Portugal – Land und Kultur! Zu Eça de Queirós und weiteren spannenden Themen finden Sie dort viele Informationen und Bilder.
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Erstsemesterveranstaltung des CLP/IC
Wintersemester 2011
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
António Lobo Antunes: Escrever, escrever, viver
Ein nüchternes Dokument mit verschiedenen Ebenen, in dem alles der magnetischen Anwesenheit von Lobo Antunes unterliegt. Als Popstar auf der Internationalen Buchmesse in Guadalajara leitet Nordlund das Portärt des Schriftstellers ein und beendet es auch damit. Dazwischen taucht sie ab in das Elefantengedächtnis, die Kindheit, den Kolonialkrieg, die Medizin, erste Bücher, Erfolge, den Ursprung der kleinen Schrift, mit der er Blätter im Krankenhaus beschreibt, die Krankheit, die Nähe des Endes.
Nicht atemberaubend, wenn sie Schauspieler einsetzt, um das Unrepräsentierbare zu repräsentieren – Auszüge aus dem Werk des Autors – hat sie die Gabe, klar und präzise zu sein. Alles andere ist Lobo Antunes selbst, stets in Pose, zur Seite guckend perfekte literarische Sätze von sich gebend, umhüllt von einer Rauchwolke, von Brillanz und Perversität.
Bild: Acácio de Almeida, Solveig Nordlund, Luís Correia, Martina Iverus
Besetzung: Pedro Carmo, Sofia Aparício, Sara Moura
Ton: Olivier Blanc, Nuno Carvalho
Eintritt frei/englische Untertitel
Solveig Nordlund, Portugal 2009, 53 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
José Cardoso Pires: Livro de bordo
Manuel Mozos drehte ein Porträt über José Cardoso Pires in dem Jahr, als dieser als einer der großen portugiesischsprachigen Autoren den Pessoa-Preis erhielt, die höchst anerkannte Auszeichnung in Portugal. Das Leben und Schreiben, das Kino, die Erotik und der Tod gehören zu den Themen dieses Films, der in Lissabon und der Caparica (dem Rückzugsort des Autors) im Herbst und Winter 1997 spielt.
José Cardoso Pires mochte die Nacht, literarische Zirkel und die Boheme. Von der P.I.D.E. verfolgt, wurde er ins Exil nach Brasilien gezwungen. Dort widmete er dem Schreiben seine volle Zeit. In seinem Werk findet sich der Titel De Profundis – Valsa Lenta, in dem er sich mit der Erfahrung des Gedächtnisverlustes nach einem Schlaganfall beschäftigt.
Leitung und Interviews: Clara Ferreira Alves
Mit: António Lobo Antunes, António Tabucchi, Edite Cardoso Pires, Fernando Lopes, Óscar Lopes
Ton: Armanda Carvalho
Eintritt frei/ohne Unertitel
Manuel Mozos, Portugal 1998, 52 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Nuno Bragança: Uno Bragança u omãi qe dava pulus
Nuno Bragança ist Autor von drei Romanen (A Noite e o Riso, Directa und Square Tolstoi), eines Erzählbandes (Estação) und einer posthumen Novelle (Do Fim do Mundo). Auch war er Drehbuchautor von „Os Verdes Anos“, einem der ersten Filme des modernen portugiesischen Films und Co-Regisseur, zusammen mit Gérard Castello-Lopes und Fernando Lopes, des Films „Nacionalidade: Português“.
Katholisch und aus konservativem Elternhaus, war er aktives Mitglied der revolutionären Aktionsbewegung MAR („Movimento de Acção Revolucionária“). Er schloss sich der revolutionären Brigade von Carlos Antunes und Isabel do Carmo an, während er in der ständigen Vertretung Portugals bei der OECD arbeitete.
Am 7. Februar 1985 starb er mit 55 Jahren in einem Hotelzimmer in Lissabon. Wer war Nuno Bragança?
Drehbuch: João Pinto Nogueira, Rita Palma
Mitwirkung: Paulo Rocha, Pedro Tamen, Maria Alzira Seixo, João Bénard da Costa
Ton: Quintino Bastos
Eintritt frei/englische Untertitel
João Pinto Nogueira, Portugal 2008, 75 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Alexandre O`Neil: Tomai Lá do O`Neill!
Es handelt sich um ein persönliches Tribut. Nicht um eine Biographie, noch weniger um eine kritische Analyse des dichterischen Werks Alexandre O’Neills. Denn so etwas gibt es immer wieder. Es handelt sich vor allem um die kreativen und emotionalen Erlebnisse eines der größten Dichter des 20. Jahrhunderts, mit dem ich selbst Zeit verleben durfte. Und dabei die Abenteuer des Lebens erfuhr, selbst wenn, wie O’Neill sagte, „das Abenteuer sein Ende stets in einer Pastelaria finde”.
Fernando Lopes
Stimme: Rui Morisson
spezielle Mitwirkung: António Tabucchi, João Botelho, Mário Cesariny de Vasconcelos, Afonso O’Neill
Regieassistenz: Jorge Cramez
Bild: Rui Poças
Eintritt frei/ohne Untertitel
Fernando Lopes, Portugal 2004, 52 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Carlos de Oliveira: Sobre o lado esquerdo
Sobre o Lado Esquerdo ist der Titel eines Gedichts und eines Buches, in denen die Veränderung der Kunst bei Carlos de Oliveira auf besonders intensive Weise zum Vorschein kommt. Nun ist es auch der Titel eines Filmes von Margarida Gil.
Der Film will nicht das Werk des Schriftstellers darstellen, sondern erfindet Bilder, die die Aussagekraft derjenigen des Autors untermalen, aufnehmen und veranschaulichen.
Er besteht aus fünf Sequenzen, weder chronologisch noch strikt nach Themen unterteilt. Der Roman Finisterra und das Buch O Aprendiz de Feiticeiro bilden eine Art Grundlagenstruktur, die nicht rigide einhalten wird, sondern eher das dichte System aus Rückhall und Reimen, Figuren und Flimmern betrachten und erahnen lassen, aus denen das Werk Carlos de Oliveiras gemacht ist.
Drehbuch: Manuel Gusmão, Margarida Gil
Besetzung: Luís Miguel Cintra, Laura Soveral, Henrique Cardoso Martins, Manuel Gusmão, Helena Domingos, Fernando Lopes
Bild: Rui Poças
Eintritt frei/englische Untertitel
Margarida Gil, Portugal 2007, 50 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
José e Pilar: Os dias de José Saramago e Pilar del Río
A Viagem do Elefante ist der Ausgangspunkt für „José e Pilar“, der die Beziehung zwischen José Saramago und Pilar del Río nachzeichnet.
Er zeigt den Alltag des Paars auf Lanzarote und in Lissabon, zu Hause und auf Arbeitsreisen in der ganzen Welt. „José e Pilar“ ist das überraschende Porträt eines Autors in seiner Schaffensphase und eines Paars, das die Welt verändern oder, zumindest, verbessern will.
„José e Pilar“ zeigt, dass Genie und Schlichheit vereinbar sind. Der Film wirft einen Blick auf das Leben eines der großen kreativ Schaffenden des 20. Jahrhunderts und legt dar, wie Saramago sagt, dass „alles auch auf andere Weise erzählt werden kann”.
Produzent: Augustín Almodóvar
Fotoregie: Daniel Neves
Ton: Olivier Blanc, Adriana Bolito, Bárbara Álvarez, Hugo Alves
Eintritt frei/portugiesische Untertitel
Miguel Gonçalves Mendes, Portugal 2010, 125 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Portugiesische Schriftsteller
Portugiesische Schriftsteller des 20. und 21. Jahrhunderts
„Es gibt Worte, die uns küssen, als hätten sie einen Mund”, schrieb Alexandre O’Neill einmal. Es gibt Filme, die uns fesseln, als verfügten sie über Schloss und Riegel, könnte man entgegnen.
Im März 2010 brachte die Produktionsfirma Midas (Lissabon) die DVD-Kollektion “Portugiesische Schriftsteller” (Escritores Portugueses) heraus. Sie besteht aus sieben Dokumentarfilmen, die sich fünf im Portugal des 20. und 21. Jahrhunderts schaffenden Schriftsteller widmen. Weiterhin beschäftigt sich die Reihe mit Manuel Hermínio Monteiro, einem Verleger mit einer Passion für Bücher, der 18 Jahre lang den Verlag Assírio & Alvim leitete, sowie dem bedeutenden Verlag &etc. Die beiden letzteren lassen wir außen vor. Das Semester möchten wir ausschließlich mit Schriftstellern teilen – Carlos de Oliveira (1921-1981), Alexandre O’Neill (1924-1986), Nuno Bragança (1929-1985), José Cardoso Pires (1925-1998) und António Lobo Antunes (*1942) – dessen Leben und Werk bereits die Filmcrews von Margarida Gil, Fernando Lopes, João Pinto Nogueira, Manuel Mozos sowie Solveig Nordlund aufgenommen haben.
Der erste Film der Reihe ist jedoch nicht Teil dieser Kollektion. „José e Pilar” ist ein viel ausgezeichneter Dokumentarfilm, in dem Miguel Gonçalves Mendes das Ergebnis aus vier Jahren Arbeit präsentiert. In diesen nahm er am Alltag von José Saramago (1922-2010) und seiner Frau Pilar del Rio teil. Auch begleitete er die Arbeit an dem vorletzten Romans des Autors, A Viagem do Elefante (2008). Wir läuten unser Mittwochskino dieses Mal mit dem Nobelpreisträger ein.
Herzlich eingeladen seien hiermit alle Studierenden sowie alle anderen, die es nicht sind, aber des Lernens nicht überdrüssig werden. Bis demnächst!
Madalena Simões
Übersetzung hier und im ganzen Heft: Isabel Francisco
Beginn 18:15h
Mittwochskino
Im kommenden Wintersemester wird sich das Mittwochskino portugiesischen Schriftstellern widmen!
Posted in Aktuelles
Kommentare deaktiviert
Erstsemesterveranstaltung des CLP/IC
Wintersemester 2004
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
Unitage 2004
Schüler des Gymnasium Hochrad besuchen mit der Lehrerin Maria João Varela das CLP/IC.
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
Erstsemesterveranstaltung des CLP/IC
Sommersemester 2005
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
Fernando Pessoa. Eine Theorie des Heteronyms
Fernando Cabral Martins (Univ. Nova de Lisboa)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Zwischen allen Stühlen. Die erotische Dichtung von Bocage
Warburg Haus
Posted in Kolloquium
Kommentare deaktiviert
Die politischen Konsequenzen des Lissaboner Erdbebens
Pedro Cardim (Univ. Nova de Lisboa)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Paulo Teixeira
Präsentation: Prof. Dr. Martin Neumann
Mit Unterstützung des Förderprogramms für Musiker und Künstler des DAAD.
Autobiografia Cautelar (2001) e Orbe (2004)
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
Novos Mundos. Neue Welten. Portugal und das Zeitalter der Entdeckungen
im Deutschen Historischen Museum Berlin
Etwa 20 Studierende und einige Lehrende setzten sich in den Zug und machten einen Tagesausflug nach Berlin. Die Ausstellung wie auch unser Führer waren herverragend. Weitere Informationen finden Sie hier.
Berlin-Exkursion zur Ausstellung
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
Wer war D. Afonso Henriques?
Die Klasse wurde von einem deutschen und einem portugiesischen Lehrer begleitet, auf Initiative der portugiesischen Lehrerin, Frau Maria João Freitas.
Schüler der vierten Klasse (Bilinguales Projekt, Grundschule Rudolf-Roß)
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
Os Espaços do Crioulo
- Crioulos da Alta Guiné
- Crioulos do Golfo da Guiné
- Crioulos Indo-portugueses
- Crioulos Malaio-portugueses
- Crioulos Sino-portugueses
- Crioulos do Brasil
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Machado de Assis und die Sklaverei
Leider ist der Eintrag nur auf Português verfügbar.
Posted in Kolloquium
Kommentare deaktiviert
Ana Nobre de Gusmão
Präsentation: Madalena Simões
Ana Nobre de Gusmão (*1952) studierte Philosophie und Design. Aves do Paraíso (1997) ist ihr dritter Roman, ins Deutsche übersetzt von Roberto de Hollanda (Die Seherin, Weidle Verlag, 2005).
Aves do Paraíso
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
Diva, simplesmente uma homenagem
Manuel Mozos, Portugal 2007, 55 min.
Autor und Produzent: Pedro Efe
freier Eintritt / ohne Untertitel
Ohne Amália Rodrigues wäre sicher nicht das Bild von Portugal entstanden, das man heute hat. Als nationales Emblem innerhalb und außerhalb der portugiesischen Grenzen, erwies sich Amália Rodrigues stets mehr als Vermittlerin ihrer selbst als ein Sprachrohr nationaler Interessen.
Amália Rodrigues’ Werk erstreckt sich auf die unterschiedlichsten Gebiete. All das macht eine Auseinandersetzung, die das Leben und das eng verwobenen Werk miteinander verknüpft, so spannend, wie es in “Diva, simplesmente uma homenagem” der Fall ist.
Manuel Mozos, Portugal 2007, 55 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Registos do Fado
Miguel Fialho de Brito (Portugiesische Botschaft)
Portugal, um retrato social. Um país como os outros: a formação de uma sociedade europeia
Autor: António Barreto
Regie: Joana Pontes
Eintritt frei / ohne Untertitel
In einer Reihe mit sieben Folgen wird die Absicht verfolgt, ein Bild der zeitgenössischen portugiesischen Gesellschaftzu zeichnen. Der Autor António Barreto (Soziologe und ehemaliger Abgeordneter des linken Flügels der PS) hat versucht, Antworten auf die einfachsten Fragen zu finden.Wer sind wir? Wo leben wir? Wie arbeiten wir? Wie sind unser Gesundheitszustand, Bildungsgrad und Rechtssystem? So ist es ihm gelungen, grundlegendesMaterial zu erstellen, das dabei hilft, das Portugal von heute etwas besser zu verstehen.
In der letzten Folge, Ein Land wie jedes andere, sticht Portugal in Europa nicht mehr als Land der Diktatur, der Armut und des Analphabetismus hervor. Die Portugiesensind inzwischen freie Bürger und haben Zugang zuwichtigen Leistungen des Staates, soziale Dienste, Bildung, die Sozialversicherung und das Gesundheitssystem sind füralle Menschen zugänglich. Dennoch gibt es Unzulänglichkeiten, Korruption und Verschwendung sowieDefizite in den Bereichen der Gesundheitsversorgung, des Bildungssystems, der Sozialversicherung und desRechtssystems.
António Barreto/Joana Pontes, Portugal 2007, 61 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Crime na Pensão Estrelinha
In der Silvesternacht zwischen 1990 und 1991 unterzeichnete Herman José bei dem Fernsehsender RTP den Vertrag zu einem Programm, das ihn seine größten Talente in jeweils zweieinhalb Stunden auslebenließ. Herman hatte damit als Autor den Höhepunkt seiner Kreativität erreicht, und O Crime na Pensão Estrelinha ist auch heute noch ein unerreichterMeilenstein portugiesischer Humoristik.
Mit dem wiederkehrenden Motiv, den unausstehlichenNeves in einer von acht temperamentvollen Gästen bewohnten Pension umzubringen, hat die Sendungreihenweise unvergessliche Figuren hervorgebracht, deren Sketche in die Geschichte eingegangen sind: von José Estebes und Maximiana, Felisberto Lalande und Hercules Pirô, von Trevo da Morte über das Lied Ó Melgas, Ó Melgas hin zu dem denkwürdigen Gifttranatranita.
Im Interview analysiert Herman José seine Sendung detailliert, die er für das Beste hält, was er in seiner 35 jährigen Karriere gemacht hat.
Drehbuch: Herman José
Darsteller: Rita Blanco, Ana Bola, Canto e Castro, Victor de Sousa, Lídia Franco, José Pedro Gomes, Herman José, São José Lapa, Nuno Melo, Maria Vieira.
Eintritt frei/ohne Untertitel
Fernando Ávila, Portugal 1990, 180 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Agostinho da Silva – Um pensamento vivo
Die Dreharbeiten zu Agostinho da Silva – Um pensamento Vivo fanden zwischen Februar 2001 und September 2003 inPortugal und Brasilien statt. Geprägt von der Vorliebe zumParadoxen, zur Unabhängigkeit und zum Nonkonformismus sowie einem ungewöhnlichen mündlichen und schriftlichenKommunikationstalent, zeichnet sich ein Bild in einereinzigartigen Mischung der unvergleichlichen FigurAgostinho da Silvas aus Weisem, Visionär undgewöhnlichem Menschen ab, in dem Gedanken und Leben sich vermischen.
Der Film durchläuft biographische Stationen, das Lebenund das Werk des großen luso-brasilianischen Denkers und Humanisten. Die Erzählung – eine Adaption aus autobiografischen Texten – beginnt in Portugal, von seiner Kindheit und intellektuellen Bildung über das selbst gewählte Exil in Brasilien, das 25 Jahre andauerte, hin zu den ersten geschriebenen Werken. Von Brasilien aus entwickelte er vollkommen neuartige Projekte aufverschiedenen Kontinenten, was letztlich kurz vor dem 25.April zu seiner Rückkehr nach Portugal führte, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.
Zu Beginn der 90er Jahre erfuhr er eine seltene Popularitätund Bewunderung.
Produktion: Jorge Neves
Off-Stimme: Luís Miguel Cintra
Ton: Pedro FX
Musik: André Luiz Oliveira
ohne Untertitel
João Rodrigo Mattos, Portugal/Brasilien, 2006, 95 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Fernando Lopes, Provavelmente
Wir begeben uns mit Fernando Lopes auf eine Reise zurück zu den Ursprüngen: auf der einen Seite die Heimat, die Gemeinde Várzea der Kindheit, auf der anderen das Kino, die Umbrüchedes neuen portugiesischen Films verbunden mit demutopischen Wunsch, die Welt zu verändern.
Es geht nicht darum, in Nostalgie zu schwelgen, sondern umden Anspruch nach Wahrheit. Derselbe Anspruch, der ihn dazu bewegt hat, das rohe und romanhafte Leben Belarmino Fragosos im Lissabon der 60er Jahre zu verfilmen, sich in Uma Abelha na Chuva von Carlos de Oliveira mit denunterschwelligen Gespenstern der städtischen Gesellschaft zubefassen oder auch die neue Art überwältigender Einsamkeit in bewachten Wohnanlagen in Lá Fora zu porträtieren.
An einem bestimmten Punkt in Fernando Lopes, provavelmente fasst Fernando seinen Wunsch, Filme zu machen, zusammen, indem er zwei essentielle Bestandteile seiner Arbeit nennt, Bilderund Tone. Es ist eine alte Maxime Godardscher Inspiration, comme il faut, die jedoch weder in kinoliebhaberische Schwelgerei noch in simple Nostalgie abdriftet.
Auf dieser Reise verschwinden die Grenzen zwischen Film und Leben.
Bild: Rui Poças
Ton: Pedro Melo
Eintritt frei/ohne Untertitel
João Lopez, Portugal 2008, 94 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Hóspedes da noite
zu Gast Licínio Azevedo (Mosambik)
das Gespräch führt Joachim Michael (Instituto de Romanística)
Licínio Azevedo wurde 1951 in Porto Alegre (Brasilien) geboren und lebte bereits in Portugal, Guinea, an verschiedenen Orten Lateinamerikas und in Mozambique, wo er sich 1975 niederließ. Bei seiner Arbeit im Nationalinstitut für Kino begleitete er u.a. Arbeiten von Ruy Guerra und Jean-Luc Godard. Auch ist er Mitbegründer der mosambikanischen Kinoproduktionsfirma Ébano Multimédia.
Licínio Azevedos erster Langspielfilm O Tempo dos Leopardos basiert auf seinem eigenen Buch Relatos do Povo Armado (1983), das vom Unabhängigkeitskrieg handelt. Für zahlreiche seiner Dokumentarfilme erhielt der Regisseur diverse Preise, u.a. für The Well (1986), The Tree of our Forefathers (1994) und The Water War (1996). Weitere seiner Filme sind A Guerra da Água (1996), A Ponte (2001) e Desobediência (2002).
HÓSPEDES DA NOITE
Regie: Licínio Azevedo
Mosambik, 2007, 53 min.
englische Untertitel
Zu Kolonialzeiten war das Grande Hotel in Beira das größte in Mozambique: 350 Zimmer, Luxussuiten, ein riesiger Swimmingpool… Derzeit leben in dem eingefallenen Gebäude 3500 Menschen, einige von ihnen bereits seit zwanzig Jahren. Neben den Zimmern dienen als Unterkünfte die Foyers, Flure, Dienstzimmer und der Keller, in dem immer Nacht ist. Kein Anzeichen von Selbstmitleid begleitet diesen beeindruckenden Dokumentarfilm, für den Licíno Azevedo den Preis für die beste Regie auf dem Festival von Biarritz bekommen hat.
Licínio Azevedo, Mosambik, 2007, 53 min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Ein Jahr in Kurzfilmen
In den letzten zwanzig Jahren hat der portugiesische Kurzfilm so sehr an Sichtbarkeit gewonnen, und die Produktionsbedingungen haben sich derart verbessert, dass man zu Beginn des Jahrzehnts gewagt hat, von einer „Generation der Kurzfilme“ zu sprechen. Als Ergebnis dieser explosionsartigen Entwicklung haben sich neue Produktionsstrukturen sowie Vertriebswege und Aufführungsmöglichkeiten herausgebildet.
Eine der Akteurinnen, die zu dieser Veränderung beigetragen hat, war die Kurzfilmagentur (Agência da Curta Metragem), die als Teil der Agentur Curtas Metragens (Vila do Conde) gegründet wurde. Sie fördert, plant und vertreibt nationale Kurzfilmproduktionen.
Nun wird die Agência zehn Jahre alt und bringt aus diesem Anlass ein wegweisendes Programm heraus, in dem sie einige der emblematischsten Filme aus ihrem Katalog zusammenstellt, der im letzten Jahrzehnt erwachsen ist, als sich die nationale Produktion durchgesetzt hat. [Text: Agência da Curta Metragem]
Aus den dreizehn von der Agência thematisch zusammengestellten Programmen haben wir acht ausgewählt. Machen Sie mit uns diese Reise durch die letzten Zehn Jahre des portugiesischen Kurzfilms!
Madalena Simões
LAND “SAUDADE”
Portugal und die Portugiesen. Ihre Identität, Zeitgeschichte, Anachronismen…
17.11.2010
IN DER FAMILIE
Zeitlos entstandene Zwischenräume im Kreise der Familie, in denen Schweigsamkeiten mit uns, aber selten untereinander kommunizieren. Sichere und ästhetisch variantenreiche Annäherungen an die wachsende Komplexität der Beziehungen unter Familienmitgliedern.
24.11.2010
ZEHN JAHRE ANIMATIONSFILM
Cartoon d’Or und der Gran Prix Le Cristal d’Annecy sind zwei der wichtigsten Auszeichnungen für Animationsfilme. Diese sowie mehr als zweihundert Preise und Auszeichnungen markieren die Laufbahn einer Sammlung animierter Kurzfilme, die den Werdegang der Agência in den ersten zehn Jahren geprägt haben. Gleichzeitig repräsentieren sie das Spektrum des portugiesischen Animationsfilmes: unumgängliche Anspielungen, eine neue Welle etablierter Filme, die halten, was sie versprechen und die Respektlosigkeit der jungen Regisseure.
08.12.2010
IM FLUSS
Unsere Umgebung erschaffen und organisieren wir, indem wir uns auf Zusammenhänge beziehen, die wir als essentiell für unsere Erwartungen und Träume erachten. Die Suche nach den Bezügen und Bedingungen für diesen Strukturierungsprozess unserer Umwelt verläuft oft über den Bruch mit dem physischen Raum, der uns in verschiedenen Abstufungen formt. Es ist diese Bewegung konstanter Suche mit all ihren Zufällen, die Sehen und Fühlen mit sich gebracht hat.
05.01.2011
ZUNEIGUNGEN
VERSUCHSWEISE
19.01.2011
REISEBERICHTE
LOST IN ART
Beginn 18:15h
O que é o Teatro
Die Ausstellungen stehen unter wissenschaftlicher Betreuung von Prof. Maria João Brilhante und umfassen ein jeweils spezifisches Thema wie „Theater und theatron“, „Zwischen Ritual und Theater“, „Das festliche Theater“, „Szenen des Theaters“, „Die Zeit im Theater“, „Die Sprache des Theaters“, „Der Schauspieler als Herzstück des Theaters“, „Das Publikum: Ein unentbehrlicher Teilnehmer“; „Wer finanziert das Theater“, „Das Theater und die anderen Künste“, „Theater und Technologie“ und „Plätze des Theaters in der Gesellschaft“.
Der Frage „Was ist Theater?“ wird über andere Fragen nachgegangen: Wer macht es und warum? Wo wird es gemacht? Wer sieht zu? Wer sorgt für die Konditionen, damit es existieren kann? Wo wird es gemacht? In welcher Verbindung steht es zu anderen Künsten? Welchen Platz nimmt es im gesellschaftlichen Leben ein?
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Ana Paula Tavares
Präsentation: Prof. Dr. Martin Neumann
Auf der portugiesischen Seite finden Sie noch weitere Informationen!
Fieberbaum. Árvore da Febre
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
O novo acordo ortográfico
Sílvia Melo-Pfeifer (Univ. Aveiro)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Marcos A. P. Ribeiro
Ein Zusammentreffen und eine Lesung mit dem brasilianischen Schriftsteller
Präsentation: Prof. Schäffauer
Auf der portugiesischen Seite finden Sie noch weitere Informationen!
Geschichten von Porto da Barra
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
Lesekreis: “Conta uma história!” – literatura infantil e tradicional
Eine wöchentliche Lesung von 45 Minuten, jeden Dienstag um 14.15 Uhr, widmet sich ausgewählten Texten der brasilianischen und portugiesischen Kinderliteratur. Mit Anschluss gibt es die Möglichkeit, über die Texte zu sprechen.
Alle Altersgruppen sind herzlich Willkommen!
Organisation: Madalena Simões und Natascha Machado Krech
Der Lesekreis findet im CLP/IC (Raum 663) statt.
Posted in Weitere Veranstaltungen
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Fünf Sterne
Highlights des portugiesischen Kinos der letzten Jahr.
Im Sommersemester 2010 zeigt das Mittwochskino eine besondere Zusammenstellung portugiesischer Filme. Die Auswahl ist das Produkt zweier unterschiedlicher Begleitumstände, die in dieser Filmreihe „Fünf Sternstunden“ des portugiesischen Kinos zusammenführen.
Im Jahr 2009 organisierte die Universität Utrecht (Niederlande) die Reihe Portuguese Cinema 2008: what was there to see anyway?, die inzwischen auch schon in Leipzig, Saarbrücken und Heidelberg zu sehen war.
Nun ist es an Hamburg, die Spielfilme “Goodnight Irene” (Paolo Marinou-Blanco, 2007) und “O meu querido mês de Agosto” (Miguel Gomes, 2008), den Dokumentarfilm “Ruas da Amargura” (Rui Simões, 2008) sowie eine Reihe von Kurzfilmen zu zeigen: “Deus Não Quis” (António Ferreira, 2007), “China, China” (João Pedro Rodrigues/João Rui Guerra da Mata, 2007), “No Ponto Mais Alto da Lua” (Anim., Marina Palácio, 2007), “Antes de Amanhã” (Gonçalo Galvão Teles, 2007), “Pago para Ver” (Luís Manuel Almeida, 2007) und “El Justiciero” (Tiago Sousa, 2009).
In den bisher beteiligten Städten feierte die Filmreihe beim Publikum große Erfolge.
Im letzten April präsentierte der junge Regisseur Miguel Clara Vasconcelos hier im CLP/IC seinen Film “Documento Boxe” und bot auch eine Masterclass zum Thema digitale Medien und Dokumentarfilm an. Der Filmemacher legte uns bei dieser Gelegenheit einige portugiesische Filme wärmstens ans Herz – Werke von Regisseuren, die er besonders schätzt.
Neben “O meu querido mês de Agosto”, der in der Auswahl der Utrechter Filmreihe Berücksichtigung fand, empfahl Herr Vasconcelos besonders “O capacete dourado” (Jorge Cramez, 2007), den Dokumentarfilm “Balaou” (Gonçalo Tocha, 2007) sowie die beiden Kurzfilme “Fim-de-semana” (Cláudia Varejão, 2007) und “Excursão” (Leonor Noivo, 2007), ebenfalls ein Dokumentarfilm.
So präsentieren wir Ihnen also nun die verschiedensten Beiträge, die aber sicher alle Ihre besondere Qualität gemeinsam haben.
Unser Programm teilt sich auf in fünf Termine mit abendfüllenden Filmen, davon zwei mit Vorfilm, und eine Aufführung mit verschiedenen Kurzfilmen.
Vor “O capacete dourado” von Jorge Cramez, der in Portugal großen Zuspruch fand, werden wir vom selben Regisseur “Erros meus” sehen, eine Verfilmung der Erzählung von Jorge de Sena (“Super Flumina Babylonis”), angelehnt an die bekannten Verse des portugiesischen Nationaldichters Luís de Camões.
Die gezeigten Filme werden anschließend nicht, wie sonst meist üblich, danach in unserer Mediathek zur Ausleihe zur Verfügung stehen, zumal sie uns teilweise extra von den jungen Regisseuren leihweise zur Verfügung gestellt werden – nutzen Sie also die Chance und kommen Sie vorbei, um sie exklusiv mit uns gemeinsam zu erleben!
Bis bald!
Madalena Simões
Ruas da Amargura
Regie: Rui Simões
Kamera: Marta Pessoa
DOC, 2008, 108 min.
OmeU
Die Straßen der Bitterkeit sind bevölkert von Männern und Frauen jeden Alters. Mangel an Zuneigung, finanzielle Schwierigkeiten, psychologische und soziale Auffälligkeiten, Alkohol- und Drogenabhängigkeit oder einfach die Hoffnung auf ein besseres Leben, die sie nach Portugal verschlagen hat, haben diese Menschen gemeinsam.
Auf der anderen Seite der Straße ein Gewimmel von Ehrenamtlichen und Sozialarbeitern, die Hilfsstrukturen aufbauen und aufrecht erhalten – manche glauben an bessere Zeiten, manche institutionalisieren lediglich eine Hilfe, von der sie nicht wirklich glauben, dass sie dem Problem Herr werden kann.
Goodnight Irene
Regie/Drehbuch: Paolo Marino-Blanco
2007, 100 min.
OmeU
Lissabon. Portugal. Heute. Für Alex und Bruno könnte es jeder beliebige andere Ort oder Zeitpunkt sein.
Der Brite Alex ist ein gescheiterter, alter, einsamer Schauspieler, der Texte für Touristenvideos aufnimmt und sich jeden Abend in den Schlaf säuft. Bruno ist ein junger, zurückhaltender Schlosser, der sich ganz seiner einen Leidenschaft widmet: er kämpft gegen den Lauf der Zeit an, indem er in fremde Häuser einbricht und Akten über das Leben der jeweiligen Bewohner anlegt. Diese archiviert er im Hinterraum seines Ladens. Beide schwärmen für Irene, eine attraktive Malerin, die genau jene Lebensfreude ausstrahlt, die Alex und Bruno fehlt.
Aber eines Tages verschwindet Irene spurlos… Die einstigen Rivalen vereinen ihre Kräfte, um herauszubekommen, was mit Irene geschehen ist. Während sie eigentlich in Irenes Wohnung nach Hinweisen suchen, richten sie sich dort Stück für Stück häuslich ein – und eine tiefe Freundschaft entsteht zwischen den beiden einsamen Männern.
Als sie herausfinden, dass sich Irene in Spanien in Gefahr befinden könnte, beschließen die beiden unwahrscheinlichen Helden, sie zu retten.
CURTAS
OmeU
Deus Não Quis
von António Ferreira
2007, 15 min.
Basierend auf dem Volkslied Laurindinha.
China, China
von Pedro Rodrigues/João Rui Guerra da Mata
2007, 21 min.
Manchmal scheint die Luft geschwängert vom Bösen und das Fegefeuer wie ein Kindergarten.
No Ponto Mais Alto da Lua
von Marina Palácio
Anim., 2007, 9’05 min.
Die Liebe öffnet Käfige und schenkt den Distelfinken die Freiheit, in deren Flug wir unsere Träume neu erfinden.
Antes de Amanhã
von Gonçalo Galvão Teles
2007, 16 min.
Der Pessimist Mário auf der Flucht.
Pago para Ver
von Luís Manuel Almeida
2007, 6 min.
Ein Blinder. Ein Aussichtspunkt. Eine Münze.
El Justiciero
von Tiago Sousa
2009, 27 min.
Ruis Trennung von Frau und Kind ist auf dem Weg. Sohn João beschließt, den mythischen bolivianischen Helden “El Justiciero” um Hilfe anzurufen.
Fim-de-semana
von Cláudia Varejão
2007, 8’30 min.
Ein Gartenhaus. Wochenende. Eine Familie. Die Zeit vergeht. Stille herrscht vor.
Aquele querido mês de Agosto
Regie: Miguel Gomes
Drehbuch: Miguel Gomes, Maria Ricardo, Telmo Churro
2008, 150 min.
OmeU
Im bergigen Herzen Portugals bringt der August eine Vervielfachung von Einwohnerzahl und Aktivitäten mit sich: man kommt heim, zündet Feuerwerke, wacht über Lagerfeuer, singt Karaoke, springt von Brücken ins Wasser, jagt Wildschweine, trinkt Bier, pflanzt sich fort. Wären Regisseur und Filmcrew direkt auf den Punkt gekommen, und hätten sie den Tanzfesten widerstanden, ließe sich eine Zusammenfassung auf Folgendes reduzieren: „Aquele Querido Mês de Agosto begleitet die emotionalen Beziehungen zwischen einem Vater, seiner Tochter und deren Cousin, allesamt Musiker in einer Festkapelle.“ Liebe und Musik eben.
Im tiefen, bergigen Herzen Portugals entsteht mitten in den Tanzfesten ein Film zwischen Dokumentation und Fiktion, in dem die Filmcrew auf der Suche nach Akteuren selbst zu einem aktiven Element ders Geschehens wird.
Erros meus
Regie: Jorge Cramez
2000, 15 min.
OmeU
Der gealterte Camões ist ein kranker Mann, unfähig sich und seine Schmerzen zu ertragen. Die Peinigung der Gläubiger, der Aufträge, die er aus Überlebensdrang annimmt, und die Geschwätzigkeit seiner Mutter erträgt er schweigend. Jedoch gibt es in der Stille der Nacht eine Stimme in ihm, die zu ihm spricht und ihm gebieterisch befiehlt. Der Kurzfilm adaptiert die Erzählung „Super flumina Babylonis” von Jorge de Sena, deren Titel an Camões berühmten Verse anlehnt.
O capacete dourado
Regie: Jorge Cramez
2007, 83 min., M/12
OmeU
Pechschwarze Nacht, eine kaum beleuchtete Straße: eine Gruppe jugendlicher Motorradfahrer spielt mit der Gefahr und fordert an einer Kreuzung den Tod heraus. Jota ist der Anführer der Gruppe, passt in keine Schublade hinein, lebt in ständigem Konflikt mit allen und allem. Er kann nicht aufhören. Sein Disput mit dem Leben findet in einer kleinen Provinzstadt statt, eingenommen von der Routine kleiner Konflikte, kleiner Machtspiele und kleiner Verrätereien. Seine Art, Grenzen auszutesten ist mehr als nur ein eine Form von Rebellion, es ist eine Konfrontation mit dem Horizont, den die Zukunft für ihn bereit hält. Bis auf denjenigen auf dem Asphalt folgt sein Schicksal keinen geraden Linien. Und da taucht Margarida auf. Jota hat kein Inneres, Margarida hat kein Äußeres, Trotzdem, der gerade deshalb, treffen sie sich. Was sollen sie tun? Einfach weiter nach vorn schreiten, selbst wenn sich alles gegen sie richtet. Liebe ist da, um gelebt zu werden.
Excursão
Regie: Leonor Noivo
DOC, 2007, 24 min.
OmeU
Es war ein fantastischer Ausflugstag mit dem Bus versprochen worden, der uns durch das Land fahren würde. Auf der Reise für Menschen ab 25 Jahren wurden auch ein wohlschmeckendes Mittagessen, ein Snack, Geschenke, Getränke und eine „Demonstration von Heim- und Gesundheitsartikeln“ angeboten. Nicht verpassen, so hieß es in dem Prospekt.
Balaou
Regie: Gonçalo Tocha
DOC, 2007, 77 min.
OmeU
„Vor sieben Monaten ist meine Mutter gestorben. Ich betrachte das Meer von São Miguel auf den Azoren, wo meine Familie herkommt. Ich treffe meine Großtante Maria do Rosário, 91 Jahre alt, die im Sterben liegt. Sie spricht von Gott. Um sie herum werden Kinder geboren. Ich treffe Florence und Beru, ein französisches Paar, das jedes Jahr auf dem Segelschiff Balaou den Atlantik überquert. Sie laden mich ein mitzukommen. Ich schmeiße mein Flugticket weg und mache mich auf aufs hohe Meer.“ Balaou ist eine Reise, die einen das Vergessen akzeptieren lässt.
Beginn 18:15h
Os Espaços do Crioulo
- Crioulos da Alta Guiné
- Crioulos do Golfo da Guiné
- Crioulos Indo-portugueses
- Crioulos Malaio-portugueses
- Crioulos Sino-portugueses
- Crioulos do Brasil
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Palavras da Terra
Auch Literatur ist eine – eigene – Form von Landschaft. Deshalb ist ihr die klassische Geographie aber nicht indifferent. Entdecken Sie in den Büchern portugiesischer Autoren die ganz eigene Landschaft ihrer Regionen.
Minho: Camilo Castelo Branco, Júlio Dinis, Pedro Homem de Melo, Guerra Junqueiro.
Trás-os-Montes: Teixeira de Pascoaes, Trindade Coelho, Miguel Torga.
Douro Litoral: Ruben A., José Régio, António Nobre, Raul Brandão, Agustina Bessa-Luís.
Douro: João de Araújo Correia, Agustina Bessa-Luís, Eça de Queiroz.
Beira Litoral: Camilo Pessanha, João José Cochofel, Eça de Queiroz, Manuel Alegre.
Beira Interior: Branquinho da Fonseca, Aquilino Ribeiro, Vergílio Ferreira.
Estremadura: José Rodrigues Miguéis, Sebastião da Gama, David Mourão-Ferreira, Fernando Pessoa (Álvaro Campos).
Ribatejo: Almeida Garrett, Soeiro Pereira Gomes, Rebelo da Silva.
Alentejo: Manuel da Fonseca, Fialho de Almeida, Florbela Espanca, Urbano Tavares Rodrigues.
Algarve: Raul Brandão, Lídia Jorge, Manuel Teixeira Gomes, João Lúcio.
Madeira: João Brito Câmara, Edmundo Bettencourt, Helena Marques.
Açores: Antero de Quental, Vitorino Nemésio, Natália Correia, Cristovão de Aguiar.
Für die Ausarbeitung von Palavras da terra trägt Prof. Dr. Clara Crabée Rocha die wissenschaftliche Verantwortung. Das Portugiesische Institut des Buches und der Bibliotheken hat die Ausstellung produziert (1998).
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Kino und Literatur
Der Titel der Filmreihe ist sehr bewusst gewählt: anders als etwa „Literaturverfilmungen“ oder „Bücher im Kino“ impliziert „Kino und Literatur“ keine Hirarchie, keine Unterordnung im Bezug des einen Mediums zum anderen. Uns liegt es fern, in diesem unserem Filmzyklus eine Abhängigkeit der einen Kunstform von der anderen oder gar eine Überlegenheit einer der beiden zu postulieren.
Unsere Absicht ist es, diese zwei verschiedenartigen und selbständigen künstlerischen Ausdrucksformen, gesegnet mit solch unterschiedlichen Möglichkeiten der Darstellung, im Beisein von Studenten und Lehrenden aus Litertaur- und Medienwissenschaft und natürlich von Liebhabern der literarischen und filmischen Werke in einen Dialog zu bringen.
Das heisst aber nicht, dass eine Diskussiion vermieden werden soll! Was zuerst: das Buch lesen oder den Film sehen? Kann unter umständen der Film das Buch überflüssig machen oder umgekehrt? Wie kann man Verfilmungen im Unterricht einsetzen? Ist es angemessen, im Unterricht das Medium Film zu nutzen als Ansporn dafür, das Buch zu lesen? Und kann ein Medienwissenschaftler einen Film analysieren, ohne das Buch zu kennen?
Bringen Sie Ihre Fragen und Erfahrungen mit ein! Wir bieten Ihnen im Rahmen unserer Reihe, neben einer TV-Serie (Capitu), hoch gelobte Kinofilme sowohl erfahrener Regisseure ( z.B. Fernando Meirelles, Jorge Paixão da Costa) als auch solcher, die damit ihren ersten abendfüllenden Spielfim vorgelegt haben (z.B. Teresa Prata, Margarida Cardoso), an.
Die ausgewählten literarischen Werke, allesamt Klassiker der portugiesischen, mosambikanischen und brasilianischen Literatur, entstammen der Feder von Machado de Assis, Eça de Queirós, José Saramago, Mia Couto, Lídia Jorge…
Zu jeder Vorführung haben wir außerdem einen Gast eingeladen, enweder Spezialist auf dem Gebiet der Literatur oder auf dem Gebiet des Films. Wir hoffen auch, dass die Regisseurin Teresa Prata, die in Berlin lebt, aber zur Zeit in Portugal ihren aktuellen Film dreht, uns persönlich ihren Film Terra Sonâmbula präsentieren wird.
Seit Homers Ilias (8. Jh. v. Chr.), die die abendländische Literatur begründete, und der ersten öffentlichen Vorführung von Arbeiter verlassen die Lumière-Werke am 28.12.1895 (neben neun weiteren Filmen), üben Literatur und Kino eine immense Faszination auf die Menschen aus. Kommen Sie und teilen Sie diese mit uns!
MEMÓRIAS PÓSTUMAS
Brasilien/Portugal 2001, 101 min.
Literaturvorlage Machado de Assis: Memórias Póstumas de Brás Cubas (1881)
ohne Untertitel
Nach seinem Tode im Jahr 1869 beschließt Brás Cubas, seine Lebensgeschichte zu erzählen und die wichtigsten Geschehnisse noch einmal Revue passieren zu lassen – dies, um sich im Jenseits nicht so sehr zu langweilen.
So erinnert er sich seiner Freunde, etwa Quincas Borba, seiner lästigen und unerfreulichen akademischen Ausbildung in Portugal, seiner Liebschaften und, nicht zuletzt, des Privilegs, nicht einmal in seinem Leben gearbeitet haben zu müssen.
Von drei Verfilmung ist dies diejenige, die am dichtesten an der Romanvorlage bleibt.
Regie: André Klotzel
Kamera: Pedro Farkas
Besetzung: Reginaldo Faria; Marcos Caruso; Sónia Braga; Petrônio Gontijo
Kommentar von Prof. Dr. Markus Schäffauer
Institut für Romanistik/Lateinamerika-Zentrum
TERRA SONÂMBULA
Mosambik/Portugal/Deutschland 2007, 95 min.
Literaturvorlage Mia Couto: Terra Sonâmbula (1992)
mit englischen Untertiteln
Mosambik Anfang der 90er Jahre. Das Land ist vom Bürgerkrieg verwüstet. Muidinga, ein kleiner Junge, ist auf der Suche nach seinen Eltern. Begleitet wird er von Tuahir, einem Greis, der für den elternlosen Jungen die Rolle des Beschützers übernommen hat und ihn mehr als einmal vor Landminen, Fallen oder umherziehenden Banden rettet.
Terra Sonâmbula gilt als eines der zwölf besten afrikanischen Bücher des 20. Jahrhunderts.
Regie: Teresa Prata
Kamera: Dominique Gentil
Besetzung: Nick Lauro Teresa; Aladino Jasse; Ernesto Lemos Macuacua
in Anwesenheit der Regisseurin (endgültige Zusage liegt bei Redaktionsschluss noch nicht vor)
CAPITU
Brasilien 2008, 225 min.
[wir zeigen die 1. & 2. Folge, ca. 90 min.]
Literaturvorlage Machado de Assis: Dom Casmurro (1899)
mit englischen Untertiteln
Das Rätsel Capitu bleibt eines der faszinierendsten der brasilianischen Literatur. Der Zweifel darüber, ob die Heldin des Romans Dom Casmurro ihren Ehemann Bentinho nun betrogen hat oder nicht, fesselt nach wie vor Gelehrte und Liebhaber des Assis’schen Werkes.
Diese Miniserie von fünf Episoden hacuht einem der bedeutendsten Werke der brasilianischen Literatur neues Leben ein. Ein Bentino, der mit IPod-Kopfhörern auf den Ohren durch den Salon tanzt; eine junge Capitu mit Tätowierungen; Rock’n’Roll als Soundtrack – Luiz Fernando de Carvalho treibt die Experimentierfreudigkeit auf die Spitze und vermischt moderne Elemente mit dem Handlungsgeflecht aus dem 19. Jahrhundert.
Regie: Luiz Fernando Carvalho
Kommentar von Prof. Dr. Markus Schäffauer
Institut für Romanistik/Lateinamerika-Zentrum
ENSAIO SOBRE A CEGUEIRA
Brasilien/Kanada/Japan 2008, 116 min.
Literaturvorlage José Saramago: Ensaio sobre a cegueira (1995)
engl. mit pt. Untertiteln
Der Literatur-Nobelpreisträger José Saramago und der gefeierte Regisseur Fernando Meirelles (Cidade de Deus) präsentieren die bewegende Geschichte um eine Menschheit, die von einer geheimnisvollen Seuche, die Blindheit verursacht, heimgesucht wird.
Der Film ist eine mutige Studie der Natur des Menschen – Egoismus, Opportunismus und Gleichgültigkeit, aber auch von der Fähigkeit zum Mitgefühl, zur Liebe und zur Beharrlichkeit.
Regie: Fernando Meirelles
Kamera: César Charlone
Besetzung: Mark Ruffalo; Julianne Moore; Alice Braga; Yusuke Iseya
Kommentar von Prof. Dr. Martin Neumann
Institut für Romanistik
ONDE ANDARÁ DULCE VEIGA?
Brasilien 2008, 135 min.
Literaturvorlage Caio Fernando Abreu: Onde andará Dulce Veiga? (1990)
In den 80er Jahren beschließt ein Journalist, dem Verbleib der Schauspielerin Dulce Veigas nachzuspüren, die in den 60ern auf mysteriöse Wiese verschwunden ist. Noch ahnt er nicht, wie viel er auf dieser Suche über sich selber herausfinden wird. Seine Nachforschungen führen ihn quer durch Brasilien, von Rio de Janeiro bis zum Amazonaswald, und er gerät immer tiefer in den Sog der intriganten Persönlichkeit der Tochter Dulces, einer berühmten lesbischen Rockröhre.
Mit seinen provokanten Szenen, die viel weibliche und männliche Nacktheit, gleichgeschlechtliche Erotik, Drogenkonsum und Gewalt zeigen, bietet der Film einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt des Schriftstellers Caio F. Abreu.
Regie: Guilherme de Almeida Prado
Besetzung: Maitê Proença; Carolina Dieckman; Eriberto Leão
Kommentar von Bruno Lopez-Petzoldt
Institut für Romanistik
O MISTÉRIO DA ESTRADA DE SINTRA
Portugal/Brasilien 2007, 98 min.
Literaturvorlage Eça de Queirós & Ramalho Ortigão: O Mistério da Estrada de Sintra (1894)
mit englischen Untertiteln
Eça de Queirós und Ramalho Ortigão, zwei junge, in Freundschaft verbundene Schriftsteller, verfassen gemeinsam die Novelle O Mistério da Estrada de Sintra. Ausgangspunkt ist dabei die Entführung Ramalhos im Sommer 1870.
In einer scharfzüngigen Kritik an den Gepflogenheiten der romantischen Gesellschaft im Portugal des 19. Jahrhunderts bildet die Kinoadaptation mit Sorgfalt den mutigen Willen zur Konfrontation mit allen Konventionen der Literaturvorlage ab.
Regie: Jorge Paixão da Costa
Besetzung: Ivo Canelas; Bruna Di Tullio; Rogério Samora; José Pedro Vasconcelos
Kommentar von Ebba Durstewitz
Institut für Romanistik
Beginn 18:15h
Camões. Fado & Poesia
Spätestens seit Amália hat der Fado die Dichtung entdeckt. Luís de Camões (1524-1580), der wichtigste portugiesische Dichter, wurde für diesen Anlass ausgewählt.
Die Gedichte werden von Regina Correia und Maralde Meyer-Minnemann vorgelesen und von einem Tenor, Fadistas und anderen renommierten portugiesischen Sängern gesungen.
Auswahl: Regina Correia
Übersetzung: Maralde Meyer-Minnemann
Im Rahmen des internationalen Kolloquiums “Portugal, Hamburg und die deutschsprachige Welt während der europäischen Expansion nach Übersee (16. – 18. Jahrhundert)
18.-20. Juni 2009
auf Deutsch und Portugiesisch
im Warburg-Haus (Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg)
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
Portugal, Hamburg und die deutschsprachige Welt während der europäischen Expansion nach Übersee (16. – 18. Jahrhundert)
Im Juni 2009 haben wir mit dem Centro de História de Além-Mar an den Universitäten Nova de Lisboa und dos Açores ein Kolloquium organisiert, das sich mit den Beziehungen des Heiligen Römischen Reichs und Portugal in der Frühen Neuzeit befasst hat. Mehr Informationen erhalten sie hier auf der Seite des Kolloquiums.
Posted in Kolloquium
Kommentare deaktiviert
Antisemitismus in Portugal
Im Jahr 1914 entstand in Portugal die Bewegung des Integralismo Lusitano (IL), die sich gegen die Republik richtete.1915, ein Jahr bevor sich der IL zu einer politischen Organisation (1916-1932) zusamenschloss, verfasste sein Chefideologe António Sardinha (1887-1925) das Werk “O Valor da Raça” (Die Bedeutung der Rasse), in dem er für die Rückkehr der ‘mittelalterlichen und christlichen’ Monarchie stritt die, laut ihm, ein ‘Ausdruck’ davon sei, dass Sueben und Goten durch die ‘entschlossene ethnische Säuberung der ehrenwerten Inquisitoren’ vor der Vermischung beschützt worden seien.
Im Buch macht er die portugiesischen Entdeckungen des 16. Jahrhunderts für die ‘Verkommenheit unseres Lebensraumes’ durch die ‘dreckige schwarze Verunreinigung’ und den verhängnisvollen ‘Strom des Auswanderns” verantwortlich; gleichzeitig rehabilitierte er die Inquisition, da sie die Juden von dem Versuch, Portugal zu beherrschen, abgehalten habe.
Vortrag in deutscher Sprache
Michael Studemund-Halévy (Institut für die Geschichte der deutschen Juden)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Masterclass: Digitale Medien und der Low-Budget-Dokumentarfilm
Der portugiesische Film- und Theaterregisseur leitet die Veranstaltung in englischer Sprache, unter Berücksichtigung von fünf Punkten:
- Die Arbeit alleine und die Arbeit im Team
- Organisation – mit Blick auf Zeitplan und Brieftasche
- Handy, Kamera, Camcorder – mit allem kann man filmen
- Das beste Bild, der beste Ton – Kniffe und Mikrofone
- Der Schnitt – zuerst das Papier, dann der Computer
Im Anschluss, ab 18:15 Uhr, präsentiert der Regisseur seinen Dokumentarfilm „Documento Boxe“ (2005).
Anmeldungen unter clpic@uni-hamburg.de
geleitet vom Regisseur Miguel Clara Vasconcelos
Portuguese Travels and the Meeting of Civilizations
Die Ausstellung Portuguese Travels and the Meeting of Civilizations besteht aus 30 illustrierten Plakaten, die die historischen Landkarten der portugiesischen Seefahrtswege, Fotografien, Zeichnungen und Faksimiles von Dokumenten reproduzieren. Insgesamt zeigt die Ausstellung ein breites Panorama portugiesischer Errungenschaften, der Seereisen zu fernen Zielen sowie der Suche nach orientalischen Ländern und ihrer Reichtümer.
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Im Zeichen der Vielfalt
VIÚVA RICA SOLTEIRA NÃO FICA
von José Fonseca e Costa
Brasilien/Portugal, 2006, 135 min.
mit englischen Untertiteln
Viúva Rica Solteira Não Fica ist ein Historienfilm, angesiedelt im ländlichen Portugal in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Hauptfigur der schwarzen Komödie ist eine junge brasilianische Witwe, die im Zuge von allerhand Verwicklungen und mit jedem dahingeschiedenen Ehemann ein größeres Vermögen anhäuft.
In leichter und geistreicher Manier wirft der neueste Film von José Fonseca e Costa einen ätzenden Blick auf Adel, Religion und die Gepflogenheiten anderer Zeiten – wobei einige Beobachtungen durchaus auch für die heutige Zeit Gültigkeit haben. Schnell bemerkt man, dass im Reigen seiner Figuren kaum eine unverdorben ist, und so bleiben denn auch zum Schluss diejenigen übrig, die ihren Scharfsinn und ihr Gespür für günstige Gelegenheiten für sich zu nutzen wissen.
Quelle: www.cine7.blogspot.com
30.04.2009 (ausnahmsweise am Donnterstag!)
DOCUMENTO BOXE
In Anwesenheit von MIGUEL CLARA VASCONCELOS
von Miguel Clara Vasconcelos
Portugal, 2005, 53 min.
mit englischen Untertiteln
Documento Boxe ist der erste Dokumentarfilm des Film- und Theaterregisseurs Miguel Clara Vasconcelos.
Fünf Faktoren nehmen unmittelbaren Einfluss auf die Karriere des Profiboxers Jorge Pina: der Amateurboxer Mário, der Präsident des Box-Verbandes Casteli, der Trainer Vítor, der Manager Magalhães und Pina selber. Bei den Vorbereitungen in den Kabinen, dem Wiegen der Athleten, dem Box- und Krafttraining wirken all diese Beteiligten zusammen und zeigen so die typischen Aspekte rund um einen wenig ehrlichen Kampf.
Master Class: Digitale Medien und der Low-Budget-Dokumentarfilm, unter Anleitung des Regisseurs (auf Englisch) vor dem Film (16:15 bis 17:45).
BODY RICE
von Hugo Vieira da Silva
Portugal, 2006, 120 min.
mit englischen Untertiteln
Seit 1980 schicken Deutsche Einrichtungen im Rahmen neuartiger Projekte zur sozialen Wiedereingliederung Jugendliche in den Süden Portugals. Auf diesem Weg kommt auch Katrin in den Alentejo. Sie baut eine ganz spezielle Beziehung zum sie neu umgebenden Ambiente auf, begünstigt durch die Rauheit der Landschaft und die Leere der sozialen Einöde. Zusammen mit Júlia und Pedro bildet sie eine Art Enklave im Niemandsland – eine körperliche und geistige Wüste.
Quelle: atalantafilmes.pt
Punk-Poetry, in seltener Präzision eingefangenes Vibrato des Aufbegehrens, mit einem Sinn für das Schöne, der einlullt und vor den Kopf stösst.
(Jean Michel Frodon, Cahiers du Cinéma)
10.06.2009
MOVIMENTOS PERPÉTUOS
von Edgar Pêra
Portugal, 2006, 68 min.
mit englischen Untertiteln
Der herausragende Komponist und Interpret Carlos Paredes (1925 – 2004) erhob die Portugiesische Gitarre, im Kontrast zu ihrer traditionellen Funktion als Begleitinstrument, zum Soloinstrument, und erlangte weit über die portugiesische Landesgrenze hinweg große Berühmtheit.
Der Dokumentarfilm Movimentos Perpétuos entspinnt einen Dialog zwischen Gitarre und Super8-Kamera und schafft eine Ästhetik, die an alte Familienvideos erinnert, voller Intimität, die auf der Teilhabe an den kleinen Geschichten, die das Leben schreibt, fußt. Das Konzert Carlos Paredes‘ im Auditório Carlos Alberto 1984 in Porto dient als Ausgangspunkt für Geschichten von Gefangenschaft, Widerstand und Erfolg, geprägt von Leidenschaft und Bescheidenheit.
UMTRUNK ZUR FEIER DES PORTUGIESISCHEN NATIONALFEIERTAGES
Vor dem Film lädt der Generalkonsul, Dr. José Pedro Machado Vieira, zu einem Glas Portwein ein.
Der Umtrunk beginnt um 18:15 Uhr, der Film wird im Anschluss gezeigt.
DOT.COM
von Luís Galvão Teles
Portugal, 2007, 103 min.
mit englischen Untertiteln
Águas Altas heisst das kleine hübsche Dörfchen im portugiesichen Hinterland, das plötzlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der ganzen Nation steht: ein multinationaler Konzern mit Sitz in Madrid fordert den Namen der Homepage des Dorfes für sich ein, da er ein Wasser gleichen Namens auf den Markt bringen möchte. Das Dorf teilt sich in zwei Lager: die einen möchten die Seite an den Konzern verkaufen, die anderen zeigen sich unbeugsam. Der Streit ist schnell in aller Munde und tritt einen enormen Medienrummel los, so dass schließlich sogar der Premierminister persönlich eingreifen muss. Die Frage der nationalen Identität im Angesicht der spanischen „Invasion“ liegt in den Händen der Dorfbewohner.
Dot.com nimmt portugiesische Eigenarten auf die Schippe.
Quelle: filmesportugueses.com
A OUTRA MARGEM
von Luís Filipe Rocha
Portugal, 2007, 106 min.
mit englischen Untertiteln
Ricardo ist homosexuell und arbeitet als Transvestiekünsler in einer Bar in Lissabon. Sein Partnar hat Selbstmord begangen, und auch Ricardo versucht, sich umzubringen. Dieser fehlgeschlagene Suizidversuch führt dazu, dass er den Kontakt mit seiner Schwester Maria wieder aufnimmt und seinen Neffen Vasco kennenlernt. Die beiden leben in Amarante, Ricardos Heimatstadt – und beide leben, wie Ricardo, in gewissem Sinne „an einem anderen Ufer“: Vasco hat das Down-Syndrom, und Maria ist Frau und alleinerziehende Mutter. Als Ricardo nach Amarante kommt, nimmt er auch den abgebrochenen Kontakt zu seinem Vater José wieder auf – und die einzige unüberwindbare Hürde die ist, die den Vater von seinem schwulen Sohn trennt. Aber zusammen mit Vasco und Maria gelingt es Ricardo, seine Lebensfreude zurückzugewinnen.
Beginn 18:15h
Tag der offenen Tür des Centro de Língua Portuguesa an der Universität Hamburg
In Zusammenarbeit mit Frau Dr. Otília Dias
Der Tag der offenen Tür richtet sich an Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, die eine Verbindung zur portugiesischen Sprache haben.
Vorgesehen sind
- ein Programm für die Kleinen (6 bis 12 Jahre), von 9:00 Uhr bis 10:45 Uhr und
- ein Programm für Jugendliche (13 bis 18 Jahre), von 11:00 Uhr bis 12:45 Uhr
im CLP/IC (Phil 663)
Posted in Uncategorized
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Innere Sicherheit und Gewalt
Innere Sicherheit und Gewalt – Schatten der brasilianischen Demokratie
Einführung
Einige aktuelle Ereignisse haben in Europa für das Thema Innere Sicherheit und Gewalt innerhalb Brasiliens ein neues Interesse geweckt. Der „Goldene Bär“ auf der Berlinale für Tropa de Elite, aber auch Filme wie City of God oder Carandiru haben es geschafft, ein breiteres Publikum anzusprechen.
In Brasilien hatten diese Filme natürlich ebenso großen Erfolg; während in Europa die in den Filmen gezeigte Realität aber schnell vergessen wird, ist sie in Brasilien Alltag. Die neuesten Ereignisse, wie die Attacken der kriminellen Vereinigung PCC (Primeiro Comando da Capital) in São Paulo 2006, die die größte Metropole Südamerikas für einen Tag paralysiert hatten, oder die Verwicklung des brasilianischen Militärs in den Tod dreier Jugendlicher in der Favela Providência in Rio de Janeiro 2008, haben gezeigt, dass das Thema aktuell und dringend ist. Das organisierte Verbrechen in Brasilien ist Teil des Problems der Inneren Sicherheit geworden. Die PCC ist in den Gefängnissen São Paulos entstanden, kontrolliert heute die Mehrheit der Haftanstalten und den Drogenhandel im und außerhalb des Staates São Paulo und hat sich schon wiederholte Male als mächtiger als die Staatsgewalt erwiesen. In Rio de Janeiro werden die Gefängnisse und der Drogenhandel ebenso von kriminellen Vereinigungen wie z.B. dem Comando Vermelho oder den Amigos dos Amigos kontrolliert.
Die Dokumentarfilmreihe möchte zeigen, dass das Problem der Inneren Sicherheit und Gewalt kein neues ist und dass es weitaus größere Diversität aufweist als es in den „fiktiven“ Filmen dargestellt wird. Die verschiedenen Facetten der Problematik zeigen geschichtlich enorme Versäumnisse des Staates auf, der oft seine Polizeikräfte nicht kontrollieren konnte oder wollte, so durch eine repressive Politik zur Steigerung der Gewalt beitrug und damit den Weg für die Entwicklung der aktuellen Situation frei machte.
Mit der Wiedereinführung eines demokratischen Systems nach der Militärdiktatur haben praktisch alle brasilianischen Institutionen eine enorme Entwicklung durchgemacht. Es gibt freie Wahlen, eine organisierte Zivilgesellschaft, eine freie Presse und somit eine konsolidierte Demokratie. In der Verfassung von 1988 wurden Menschenrechtsstandards festgeschrieben und seitdem mehrere Gesetze (wie das Estatuto da Criança e do Adolescente) ratifiziert, die die Bürgerrechte stärken sollen. Aber die Demokratie konnte keine Erfolge in Bezug auf die Polizeikräfte, das Justizsystem und die Gefängnisse verbuchen, und so sind Folter, gewalttätige Repression und die konsequente Verletzung der Bewohner von Peripherien und Favelas und der Gefängnisinsassen in ihren Menschenrechten die übriggebliebenen Relikte der Militärdiktatur.
Trotzdem soll nicht die gesamte Schuld auf die Schultern des brasilianischen Staates abgewälzt werden, da in den 80ern und 90ern Jahren eine breite Öffentlichkeit mit großem Enthusiasmus die repressive Politik z.B. der Militärpolizei in São Paulo, wie auch der in Rio de Janeiro, unterstützt hat und somit auch ihren Teil zur aktuellen Situation beigetragen hat, die oft als offener Bürgerkrieg zwischen der Polizei und dem organisierten Verbrechen beschrieben wird.
Die Auswahl der Filme in der vorliegenden Reihenfolge hat zum Ziel, den Blick für die verschiedenen Sichtweisen auf die Problematik zu schärfen. Die ersten Dokumentarfilme, Notícias de uma guerra particular, Falcão – meninos do tráfico, Ônibus 174 und O prisioneiro da grade de ferro veranschaulichen das Problem und liefern Fakten. Die folgenden Filme Entreatos – Lula a trinta dias do poder und Peões, stellen die politische Sichtweise über ein „anderes Brasilien“ dar. Zum Schluss zeigt Panorama – Arte na Periferia die Verwandlung eines der gewalttätigsten Viertel Brasiliens in der Südzone São Paulos durch die Kunst ortsansässiger Künstler. In Zusammenarbeit mit Public Policies und Aktionen lokaler NGOs setzen sie ein Zeichen dafür, dass eine andere Peripherie möglich ist. Die drei zuletzt genannten Filme sollen gerechtfertigen Platz schaffen für die Hoffnung, dass die gewaltvollen Bedingungen in Brasilien sich in eine Friedenskultur verwandeln.
Dennis Pauschinger
29.10.2008
Einführung in das Projekt: Madalena Simões (Instituto Camões Hamburg) und Dennis Pauschinger (Universität Hamburg)
Notícias de uma guerra particular
Von João Moreira Salles e Kátia Lund
Rio de Janeiro, 1999, 56 Min.
englische Untertitel
Als einer der besten neueren brasilianischen Filme von der Kinozeitschrift Revista de Cinema ausgewählt und Gewinner des brasilianischen Dokumentarfilmfestival É Tudo Verdade, ist Notícias de uma guerra particular ein weitgefächertes und inhaltsvolles Spiegelbild der Gewalt in Rio de Janeiro. Der Zuschauer wird Augenzeuge des Alltags der vom Drogenhandel beherrschten Favelas von Rio. Dazu mischen sich Interviews mit allen Involvierten des Konflikts zwischen Polizei, Drogenhändlern, Spezialisten der Public Policies und Bewohnern die in Mitten des Kreuzfeuers leben. Die Realität der Gewalt wird allumfassend und ohne Vertuschungen dargestellt und legt die Absurdität eines Krieges ohne Ende und ohne möglichen Gewinner offen.
Quelle: www.aenoticias.pr.gov.br
Kommentar: Prof. Dr. Markus Klaus Schäffauer – Institut für Romanistik/Lateinamerika-Zentrum, Universität Hamburg
Falcão – Meninos do tráfico
Von MV Bill e Celso Athayde
Brasil, 2006, 125 min.
portugiesische Untertitel
Die mit dem Film Falcão – Meninos do tráfico in Brasilien entstandene Diskussion wird heute noch fortgeführt. Der Film wurde im brasilianischen TV im Sonntagabendprogramm Fantástico ausgestrahlt und ist Resultat der Bemühungen des Rappers MV Bill und seines Managers Celso Athayde, die mit der Unterstützung der NGO Central Única das Favelas kleinen Jungen, den „Falken“ (in der Sprache der Drogendealer diejenigen, die an den Eingängen der Favelas arbeiten und Alarm geben, wenn die Polizei oder rivalisierende Gruppen sich nähern), eine Stimme gaben. Laut MV Bill gibt es mehrere in Brasilien, aber nur eins bekommt die Aufmerksamkeit der Regierung. Das andere wächst stetig und verwandelt sich in ein bereits außer Kontrolle geratenes Monster. Am Tag nach der ersten Ausstrahlung rief der Präsident Brasiliens eine Sondersitzung mit allen Ministern und MV Bill ein.
Der Dokumentarfilm ist Teil des Projektes Falcão, welches außerdem noch aus einem Buch und einer CD des Rappers besteht.
Quelle: www.2001video.com.br
Kommentar: Marcos Romão – Radio MamaTerra
Ônibus 174
Von José Padilha e Felipe Lacerda
Rio de Janeiro, 2002, 150 Min.
englische Untertitel
In seinem Regiedebüt zeigt José Padilha (Elite-Truppe) das Drama um die Buslinie 174 in Rio de Janeiro, in der am 12. Juni 2000, am hellichten Tag, ein Mann namens Sandro do Nascimento Geiseln nimmt. Während der viereinhalb Stunden Geiselnahme sind die Kameras der nationalen Fernsehkanäle mit dabei und ganz Brasilien verfolgt die Szenen live.
Basierend auf einer gründlichen Recherche im Vorfeld des Films, Interviews, der Berichterstattung über das Verbrechen und offiziellen Dokumenten, beleuchtet Ônibus 174 die Kindheit und den anscheinend unvermeidbaren Weg in die Schiene des Verbrechens von Sandro do Nascimento.
Quelle: www.2001video.com.br
Kommentar: Dr. Joachim Michael – Institut für Romanistik, Universität Hamburg
O prisioneiro da grade de ferros
Von Paulo Sacramento
São Paulo, 2004, 123 Min.
englische Untertitel
Ein Jahr vor der Auflösung des Gefängnisses Casa de Detenção do Carandiru im Jahr 2002 lernen Gefangene den Umgang mit Kameras und dokumentieren den Alltag des größten Gefängnisses Lateinamerikas. Aus dem Blickwinkel der Insassen kann das Publikum erahnen, was sich die Jahre über in dem überfüllten Carandiru abgespielt hat und unter welchen Bedingungen die Gefangenen dort leben mussten. 1992 hatte sich dort das größte Massaker innerhalb eines Gefängnisses in der Geschichte Brasiliens ereignet. Die Militärpolizei erschoss nach einer Revolte 111 wehrlose Insassen.
Quelle: www.choveu.net
Kommentar: Vánia Kahrsch – Institut für Romanistik, Universität Hamburg
Entreatos – Lula a 30 dias do poder
Von João Moreira Salles
Brasil, 2004, 117 min.
englische Untertitel
Vom 25. September bis 27. Oktober 2002 hat das kleine Team von Entreatos die Präsidentschafts kampagne von Luís Inácio Lula da Silva von Nahem begleitet. Der Film wirft durch exklusives Material wie persönliche Gespräche, Familientreffen, strategische Meetings, Telefongespräche und Aufnahmen für Wahlspots einen Blick hinter die Kulissen eines historischen Augenblicks. Beim Schneiden des Materials hat sich das Team auf die Szenen konzentriert, die nur vom Team und nicht von der Öffentlichkeit gesehen werden konnten.
Entreatos wurde zusammen mit dem Film Peões in die Kinos gebracht, den wir beim nächsten Mittwochskino (21.01.09) zeigen werden. Die beiden Filme zeichnen gemeinsam ein beispielloses Bild aktueller brasilianischer Geschichte.
Quelle: www.cineclubeconsciencia.blogspot.com
Kommentar: Gilberto Calcagnotto – Ehemaliger Verantwortlicher für den Bereich Wirtschaft und Politik Brasiliens im GIGA-Hamburg
Peões
Von Eduardo Coutinho
Brasil, 2004, 85 min.
englische Untertitel
In seinem achten abendfüllenden Film zeigt der einflussreiche Dokumentarfilmer Eduardo Coutinhodie persönliche Geschichte von Metallarbeitern in der Gewerkschaft ABC in São Paulo, die in der Streikbewegung 1979 und 1980 aktiv waren, aber in relativer Anonymität verblieben sind. Sie sprechen über ihre Wurzeln, ihrer Aktivität in der Bewegung und ihren Lebensweg seitdem. Sie zeigen „Souvenirs“ der Streiks, erinnern sich an Leid und Lohn der Arbeit in der Fabrik, kommentieren den Effekt des militanten Politikbewusstseins innerhalb der Familie und geben ihre persönliche Meinung über Luís Inácio Lula da Silva und die aktuellen Gegebenheiten des Landes preis.
Peões wurde zusammen mit dem Film Entreatos in die Kinos gebracht, den wir beim letzten Mittwochskino gezeigt haben. Die beiden Filme zeichnen gemeinsam ein beispielloses Bild aktueller brasilianischer Geschichte.
Quelle: www.2001video.com.br
Kommentar: Prof. Dr. Klaus Eichner – Institut für Soziologie, Universität Hamburg
Panorama – Arte na Periferia
Von Peu Perreira e David Vidal
São Paulo, 2006, 50 min.
OV (leider ohne Untertitel)
Das Schöne in einem Ambiente, das vom Finanzkapitalismus vergessen wurde… Das Zusammentreffen der Kunst mit der Politik und die Möglichkeit, auf die Realität einzuwirken.
Der Film präsentiert einen Überblick der in der südlichen Peripherie von São Paulo produzierten Kunst. Künstler wie Sérgio Vaz, Ferréz, Gaspar, Gaudi und viele andere diskutieren über die Kunstbewegung und den Künstler in der Peripherie.
Panorama – Arte na Periferia zeigt ein Stück Brasilien und Berührungspunkte mit diversen populären Kunst- und Politikbewegungen.
Kommentar: Ingrid Hapke und Dennis Pauschinger – Institut für Romanistik, Universität Hamburg
Beginn 18:15h
As Fronteiras de África
In unseren Räumlichkeiten zeigen wir die informative Ausstellung As Fronteiras de África, in der es um die Kartographierung Afrikas, im Besonderen der portugiesischen Ex-Kolonien, geht.
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Jacinto Lucas Pires
In Perfeitos Milagres kreuzen sich die Geschichten eines internationalen Popstars, der nach einer persönlichen Tragödie, dem Selbstmord seiner Frau, lernen muss, sein Leben weiterzuleben, einer Theatergruppe, die sich beinahe in eine terroristische Zelle, die die Welt verändern will, verwandelt, und eines portugiesischen Journalisten, der ein Buch schreiben will, um sich in der Geschichte zu verewigen.
Jacinto Lucas Pires wurde am 14. Juli 1974 in Porto geboren. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universidade
Católica in Lissabon und Filmwissenschaften an der New York Film Academy. Sein erstes Buch veröffentlichte er 1996, er arbeitet außerdem als Dramaturg und Regisseur. Perfeitos Milagres ist sein aktueller Roman.
in portugiesischer Sprache
Perfeitos Milagres
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
Novas Textualidades
Die Ausstellung widmet sich zeitgenössischen portugiesischsprachigen Autoren und wird vom Instituto Camões produziert.
Sie können sich die vollständige Ausstellung online im Centro Virtual Camões ansehen!
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Michael Studemund-Halévy
Die Geschichte der Portugiesen in Hamburg lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Mit der Einführung der Inquisition emigrierten zehntausende sefardische Juden in die Hafenstädte Nordeuropas und ein Jahrhundert später machten sie Hamburg durch ihren starken Einfluss auf Wirtschaft, Kultur und Literatur zum bewunderten „Jerusalem des Nordens“. 1933 mussten jüdisch-stämmige Portugiesen aus Deutschland fliehen, doch in den 60er Jahren brachten die portugiesischen Gastarbeiter ihre Kultur zurück in die Hansestadt. Sie machten aus Hamburg die angeblich „portugiesischste“ Stadt in Deutschland.
Der Autor liest aus seinem Werk, berichtet von den Recherchearbeiten und freut sich darauf, mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen.
Michael Studemund-Halévy studierte Linguistik, Romanistik und Balkanlinguistik u. a. in Bukarest, Lausanne, Lissabon, Perugia und Hamburg. Er ist freier wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg und unterrichtet Judenspanisch und sefardische Geschichte an der Universität Potsdam. Er ist außerdem Autor einiger Reiseführer, zahlreicher Aufsätze und Bücher zum Thema der Sefarden in Hamburg und zum jüdischen Friedhof in Altona.
in deutscher Sprache
Portugal in Hamburg
Posted in Lesungen
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: Mosambik nach dem Krieg
16.04.2007
A BOLA
Von Orlando Mesquita
Mosambik, 2001, 6 min. (Kurzfilm)
mit englischen Untertiteln
Es gibt verschiedene Arten, ein Kondom zu benutzen. Einen Fußball daraus zu basteln ist eine davon.
O GRANDE BAZAR
Von Licíno Azevedo
Mosambik, 2006, 56 min. (dokumentarischer Spielfilm)
mit englischen Untertiteln
Hauptfigur in “O Grande Bazar” ist der 12-jährige Mosambikaner Paíto. Nachdem eine Bande von Kindern ihn bestohlen hat, beschließt er, erst wieder nach Hause zu gehen, wenn er das verlorene Geld wieder aufgetrieben hat. So landet er auf einem Markt in der Hauptstadt Maputo, wo er den kleinen Dieb Xano kennenlernt, mit dem er Freundschaft schließt und viele Abenteuer erlebt. Verkäufer, Kunden, Gauner und das bunte Leben auf dem Basar bilden den Hintergrund dafür. Durch die Augen des kleinen Paíto erleben wir hautnah, was es heißt, in einer südafrikanischen Stadt zu (über)leben.
Der Film nimmt sich Zeit für bewegende Szenen und Stimmungen und vermittelt einen ungeschminkten Blick auf den Alltag.
Mulheres
DESOBEDIÊNCIA
Von Licínio Azevedo
Mosambik, 2002, 92 min.
mit englischen Untertiteln
Die mosambikanische Bäuerin Rosa wird beschuldigt, ihren Ehemann durch Ungehorsam in den Selbstmord getrieben zu haben. Ihre Unschuld will Rosa in zwei unterschiedlichen Verfahren unter Beweis stellen: neben dem Gericht soll auch ein traditioneller Heiler ihren Fall entscheiden. Von beiden Instanzen wird sie freigesprochen, aber die Verwandten ihres toten Mannes hören nicht auf, sie zu verfolgen.
Ausgezeichnet als bester mosambikanischer Film 2002 gewährt der Film Einblick in die Rolle des traditionellen Glaubens und des Aberglaubens innerhalb der modernen Gesellschaft.
Contos tradicionais
TATANA
Von João Ribeiro
Mosambik, 2005, 13 min.
mit englischen Untertiteln
Adaptation einer Legende des Makonde-Volkes. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen und seiner Großmutter, die die Gabe besitzt, mit den Toten zu sprechen.
O OLHAR DAS ESTRELAS
Von João Ribeiro
Mosambik, 1997, 26 min.
Betinho, ein Junge von zwölf Jahren, lebt bei Salomão, einem Freund seiner Familie, den er Onkel nennt. Betinho findet heraus, dass der Onkel ein Geheimnis hütet, welches ihm die Fähigkeit zu einem glücklichen Leben raubt. Adaptation der Erzählung Saíde, o Lata de água von Mia Couto.
FOGATA
Von João Ribeiro
Mosambik, 1993, 18 min.
Adaptation der Erzählung A Fogueira von Mia Couto
CONTOS TRADICIONAIS
Von Sol de Carvalho
Mosambik, 2001, 12 min.
Adaptation zweier Legenden von Bantu-Völkern in Subsahara-Afrika, aufgezeichnet durch den Anthropologen Henry Junod. Die Legenden veranschaulichen den Stellenwert traditioneller Systeme innerhalb der Lektion für die Kinder, Respekt der Natur gegenüber zu zeigen.Der Film hält sich eng an die Originalvorlagen
Pedaços da vida
RODAS DA RUA
Von Sol de Carvalho
Mosambik, 1994, 5 min.
Wie Straßenkinder Müll als Spielzeug nutzen
MUIPITI ALIMA
Von Sol de Carvalho
Mosambik, 1995, 24 min.
Die Geschichte einer Frau, die sich scheiden lässt, um studieren zu können.
SEMENTES EM RUÍNAS DA CONSCIÊNCIAS
Von Sol de Carvalho
Mosambik, 1993, 8 min.
Malereien von Naguib (*1955), ausgestellt in einem Jugendstil-Gebäude, dass durch ein Feuer zerstört wird.
GARRAS E DENTES
Von Sol de Carvalho
Mosambik, 2003, 24 min.
Die Unterschiede zwischen den Produzenten und den Konsumenten der Riesenkrebse von Mangal.
QUANDO O MAR BATE NA ROCHA
Von Sol de Carvalho
Mosambik, 2001, 12 min.
Ein junger Mann muss sein Leben riskieren, um ein wenig Geld verdienen zu können.
Beginn 18:15h
Mittwochskino: Migration
LÍNGUA, VIDAS EM PORTUGUÊS
Von Victor Lopes
Brasilien/ Portugal, 2002, 105 min.
mit englischen Untertiteln
Der Dokumentarfilm Língua – Vidas em Português wurde in sechs Ländern (Brasilien, Mosambik, Indien, Portugal, Frankreich und Japan) gedreht. Er taucht ein in die vielen Geschichten der portugiesischen Sprache und ihr Fortleben in verschiedenen Kulturen des Planeten. Es geht um das gesprochene Wort, die Alltagssprache, eingefangen bei bekannten Persönlichkeiten, aber auch bei Menschen wie Du und Ich vierer Kontinente.
Überall verquickte das Portugiesische Gottheiten, Melodien, Klimata, Rhythmen, Landesküchen und Landschaften untereinander und mit sich. Hunderte von Malen erfand es sich neu und wurde genährt durch Kolonisatoren, Einwanderer und Nachkommen.
Interviewt werden José Saramago, Mia Couto, João Ubaldo Ribeiro, Martinho da Vila und Madredeus
CINEMA, ASPIRINAS E URUBUS
Von Marcelo Gomes
Brasilien, 2005, 99 min.
mit englischen Untertiteln
Man schreibt das Jahr 1942. Im brasilianischen Hinterland, dem Sertão, begegnen sich zwei sehr unterschiedliche Männer: der deutsche Kriegsflüchtling Johann, der das neueste Wundermittel, Aspirin, verkauft, und der Sertanejo Ranulfo, einer der vielen Bauern, die durch die unerbittlichen Dürren des brasilianischen Nordostens von ihrem Grund und Boden vertrieben werden. Johann benötigt einen Gehilfen und verpflichtet Ranulfo. In einem LKW befahren die beiden die staubigen Straßen des Sertão und zeigen den Bewohnern winzigster Dörfchen einen Film über die neue Medizin – für die meisten von ihnen die erste Begegnung mit dem Kino. Die Reise bietet auch Gelegenheit zum Austausch zwischen zwei völlig verschiedenen Lebenserfahrungen, der des gebildeten Stadtmenschen aus Deutschland und der des ungebildeten, aber in praktischen Alltagsdingen findigen Brasilianers.
Marcelo Gomes, Sripendiat des Künstlerprogrammes des DAAD 2007, wird eine Einführung in den Film geben.
LISBOETAS
Von Sérgio Tréfaut
Portugal, 2004, 105 min.
mit portugiesischen Untertiteln
Lisboetas ist eine politische Dokumentation über die Einwanderungswelle, die Portugal in den letzten Jahren stark verändert hat.
Lisboetas lehnt den traditionellen journalistischen Ansatz ab, um die menschlichen Erfahrungen der Immigranten in Lissabon aus einer cinematographischen Sicht zu erkunden. Lisboetas ist ein geheimes Fenster zu neuen Wirklichkeiten im alltäglichen Leben, auf dem Arbeitsmarkt, in der Gesetzgebung, in der Religion und in der Identitätsbildung. Eine Reise in eine fremde Stadt, zu unbekannten Orten, die nichtsdestotrotz Realität sind.
Lisboetas liefert eine Innenansicht, Neuankömmlinge haben das Wort. Vielleicht entsteht deshalb der Eindruck, wie ihn die Kritikerin des Público, Kathleen Gomes, beschrieb: „Die Fremden hier sind wir“.
EUROPA PAULISTANA
Von Edu Rajabally, Michel Tikhomirof
Brasilien, 2006, 60 min.
Drehbuch: Carla Isfran
mit Dennis Pauschinger
Der Dokumentarfilm Europa Paulistana zeigt die verschiedenen Lebenswelten und die gemeinsamen Erfahrungen, Freuden und Schwierigkeiten des Alltagslebens von Ausländern in der faszinierenden Stadt São Paulo. Die Produktion begleitet vier verschiedene Perspektiven, repräsentiert durch einen spanischen Journalisten, einen portugiesischen Taxifahrer, einen italienischen Unternehmer und einen deutschen Studenten. Sie erzählen von ihrem Leben unter den Einheimischen, und ihre Erzählungen enthüllen eine Vielfalt an Aspekten, die São Paulo ausmachen: Schönheit, Exzentrizität, soziale und kulturelle Ungleichheiten, den hohen Stellenwert der Familie, Arbeitsamkeit und auch die Gewalt und Gefahr, die auf seinen Straßen herrschen.
Dennis Pauschinger ist Portugiesischstudent und Mitwirkender im Film, er wird eine kleine Einführung geben.
LUSOFONIA, A [R]EVOLUÇÃO
Von RED BULL MUSIC ACADEMY
Portugal, 2006, 60 min.
Script: Artur Soares da Silva, João Xavier
mit englischen Untertiteln
Mit Caetano Veloso, Cesária Évora, Lura, Sara Tavares, Gilles Peterson, Carlos do Carmo, Buraka Som Sistema und Sam The Kid, bietet Lusofonia, a [R]Evolução einen Überblick über unterschiedliche Identitäten, Rhythmen, Melodien und Tänze. Der Dokumentarfilm widmet sich der Musik, die ca. 200 Millionen Menschen aus portugiesischsprachigen Ländern weltweit verbindet. Ausgehend von der Mestizisierung verschiedenster Völker ab dem XV. Jahrhundert geht er der Form auf den Grund, in der die lusophone Kultur Musik aus den Bereichen des Hip Hop, Fado, Reggae, Jazz, Semba, Tropicália, Kuduro oder Morna inspiriert hat.
www.myspace.com/lusofoniaarevolucao
Beginn 18:15h
25 de Abril no original. Cartazes do MFA e grafitos
In Zusammenarbeit mit der Grupo Dinamizador da Cultura Portuguesa em Hamburgo zeigen wir bis zum 31. Mai Originalplakate und Graffitis aus der Zeit unmittelbar nach der Nelkenrevolution.
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Representações das mulheres nos periódicos portugueses (1820–90)
Unterstützt vom INST. CAMÕES, UNIV. CATÓLICA
Portugiesische Zeitungsartikel aus weiblicher Feder der Jahre 1820 bis 1890 entwerfen sowohl konservative als auch revolutionäre Frauenbilder und zeigen den erbitterten Kampf zwischen Vergangenheit, Tradition und dem Wunsch nach Veränderung. Das Verlangen, in der extrem konservativen Gesellschaft des Portugals des 19. Jahrhunderts Dinge wie das Recht der Frau auf Bildung, Emanzipation und Gleichheit durchzusetzen, führte zur öffentlichen Diskussion dieser Themen, gerade auch im Medium Zeitung. Gebildete portugiesische Frauen veröffentlichten im Einklang mit ihren sisters in Frankreich, England Deutschland und den USA beachtenswerte und originelle revolutionäre Texte, sowohl in Portugal als auch im Ausland. Ihre Ideen waren wie starke, scharfe Schwerter, die die lange erlittene Unterdrückung zerschlugen, gegen die sich Generationen von Frauen vor ihnen nicht aufzulehnen gewagt hatten.
Ana Costa Lopes (*1950) forscht und lehrt seit 1983 am Zentrum für die Erforschung der lusophonen Völker und Kulturen der Katholischen Universität Portugal (UCP). Sie stellt in diesem Vortrag einen Teil ihrer Doktorarbeit „Frauenbilder in den portugiesischen Zeitungen zwischen 1820 und 1890“ (UCP, 2003) vor.
Ana Costa Lopes (Univ. Católica Portuguesa)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Fotografie: Omnis Femina. Vier Elemente. Vier Frauen. Vier Generationen
Omnis Femina ist ein zutiefst humanistisches Fotoprojekt, dass sich einer Bildersprache bedient, die das Porträt in den Vordergrund rückt. Jede Frau (Omnis Femina) repräsentiert das irdische Erleben, verbunden mit dem weiblichen Körper in vier Lebensstadien und verknüpft mit den vier Elementen der Natur. Die Metamorphose begleitet das Dasein in der irdischen Welt vom Mutterleib bis zum Grabe.
Ein Projekt, geschrieben mit Licht, mit weiblichem Blick auf das Weibliche.
Diana Silva (*1984) ist Abschlussschülerin des Studiengangs für audiovisuelle Kommunikationstechnologie (Escola Superior de Educação, Porto). Sie beschäftigt sich im besonderen mit den Bereichen Mode, Kino und Musik, konnte bereits zahlreiche Fotoausstellungen realisieren und erhielt mehrere Preise für Fotografie und Film.
Organisation: Lektorat des Instituto Camões an der Universität Leipzig.
Diana Silva
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Torga. Cem anos. Leben und Werk.
Uma viagem comentada ao percurso de Torga, de São Martinho d’Anta a Coimbra, acompanhada por histórias da vida do Poeta, ressaltando o seu perfil humano e aspectos menos conhecidos pelo grande público. Situa-se o homenageado nas grandes questões do seu tempo.
O Dr. Fausto Correia (*1951) conheceu o escritor em Coimbra, na época em que frequentou Direito nessa universidade. Advogado e consultor de empresas, é desde 2004 deputado do Partido Socialista no Parlamento Europeu.
Fausto Correia (Europäisches Parlament)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Erbe, kulturelle Unterschiede und Differenzen
Ausstellungseröffnung Portugal, Património da Humanidade
Übersetztung ins deutsche von Lena Viebrock und Joe Hohenester.
In Zusammenarbeit mit dem Lektor des Instituto Camões der Universität Leipzig.
in Raum 220 (Foyer im ESA West); Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg
Paulo Raposo (ISCTE, Lisboa)
Posted in Ausstellungen, Vorträge
Kommentare deaktiviert
Portugal, Weltkulturerbe
Seit 1983 wurden dreizehn portugiesische Denkmäler, Orte und Landschaften in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen. Mit der Ausstellung Portugal, Weltkulturerbe möchte das Instituto Camões diese dreizehn kulturellen Schätze vorstellen, deren außergewöhnlicher Wert von der UNESCO anerkannt wurde. Sie repräsentieren und verdeutlichen einerseits die Begegnung, den Austausch und die Vermischung von Ideen, Lebensstilen und Kulturen im und durch das Zeitalter der Entdeckungen, andererseits sind es Landschaftsstriche und vorgeschichtliche Spuren, die durch ihre Einzigartigkeit und Wichtigkeit im globalen Kontext hervorstechen.
Universität Hamburg
Hauptgebäude, im Foyer des ESA West
Edmund-Siemers-Allee 1
20146 Hamburg
Mo. bis Fr. 06.00–21.00 Uhr; Sa. 08.00-18.00 Uhr
Posted in Ausstellungen
Kommentare deaktiviert
Mittwochskino: África Lusófona
OS IMORTAIS
Von Antóonio- Pedro Vasconcelos
Portugal, 2003, 130 min.
mit englischen Untertiteln
Jedes Jahr treffen sich vier Ex-Kommandeure in Begleitung vierer Frauen, um ihrer Kriegserlebnisse zu gedenken und ihr Gruppengefühl zu stärken. Im Sommer 1985 haben sie genug vom ihrer Meinung nach herrschenden Stillstand im Land und beschließen, eine Bank zu überfallen. Ihre Wege kreuzen sich mit Joaquim Malarranha, einem Kriminalkommissar kurz vor dem Ruhestand, der, Ironie des Schicksals, im Fado-Lokal eines der Kommandeure die Gitarre spielt. Ein Räuber-und-Gendarm-Film, ein Film über arbeitslose Helden und Helden im Rentenalter, über Überlebende und Unangepasste. Dies ist der erste von fünf Filmen einer Reihe, die das CPL/IC gleichzeitig mit der Freien Universität Berlin in diesem Semester dem lusophonen Afrika widmet.
OUTRAS FRASES
Von Jorge António
Portugal, 2003, 82 min.
mit englischen Untertiteln
Ana Clara Guerra Marques, angolanische Choreografin und Balletttänzerin, hat im Laufe der letzten 20 Jahre versucht, neue Ausdrucksweisen und eine neue Ästhetik zur Entwicklung eines zeitgenössischen angolanischen Tanzes zu schaffen. Quelle hierfür war die Erforschung und Neuinterpretation traditioneller Elemente. Der Film zeigt ihre künstlerische und pädagogische Arbeit vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Erntwicklungen in Angola. Dies ist der erste von fünf Filmen einer Reihe, die das CPL/IC gleichzeitig mit der Freien Universität Berlin in diesem Semester dem lusophonen Afrika widmet.
O HERÓI
Von Zezé Gamboa
Portugal/Angola/Frankreich, 2004, 90 min.
mit englischen Untertiteln
Vitório verliert durch eine Tretmine ein Bein und wird aus der angolanischen Armee entlassen. Auf den Straßen Luandas muss er entdecken, dass der Krieg nicht zu Ende ist und an jeder Ecke ausgetragen wird. Mit Joana träumt er eine unmögliche Liebe. Mit Judite entdeckt er seine Menschlichkeit wieder. Mit Manu ersinnt er eine Art von Familie, die lebensfähig ist.
Nach sechsunddreissig Jahren des Krieges ist Angola ein gespaltenes Land, dessen Volk verzweifelt für Veränderungen kämpft. Der Kriegsversehrte Vitório ist ein Held unter tausenden, sein Kampf um ein normales Leben ist ein alltäglicher in Luanda. Dies ist der dritte von fünf Filmen einer Reihe, die das CPL/IC gleichzeitig mit der Freien Universität Berlin in diesem Semester dem lusophonen Afrika widmet.
KUXA KANEMA. O NASCIMENTO DO CINEMA
Von Margarida Cardoso
Portugal, 2003, 52 min.
mit englischen Untertiteln
Das erste kulturelle Projekt der mosambikanischen Regierung, gleich nach der Unabhängigkeit 1975, war die Gründung des Nationalen Filminstituts (INC). Der neue Präsident, Samora Machel, war sich der Macht der Bilder und wie man diese für die Gründung einer sozialistischen Nation nutzbar machen konnte sehr bewusst. Heute ist aus der Volksrepublik Mosambik schlicht die Republik Mosambik geworden, und von dem großen Unternehmen INC blieb praktisch nichts übrig. Die Bilder, die einzigen Zeugen der ersten elf Jahre der Unabhängigkeit, der Jahre der sozialistischen Revolution, geraten in Vergessenheit und sind vom Verfall bedroht. Diese Dokumentation zeigt nicht nur die Geschichte des INC, sondern auch die einer jungen afrikanischen Nation.
und
DOIS MUNDOS
Von Graça Castanheira
Portugal, 2000, 52 min.
mit englischen Untertiteln
Rita ist eine junge Missionarin in Mosambik. Sie ist Mitglied einer Nichtstaatlichen Organisation mit christlichem Hintergrund und koordiniert ein Projekt für zweisprachige Grundschulen in Niassa, der entlegensten Provinz Mosambiks. Dois Mundos begleitet Rita bei ihren Bemühungen die örtliche Kultur und Religion auf dem Wege der Annäherung an das mosambikanische Volk zu verstehen und beleuchtet ihre Arbeit genauso wie ihre Zweifel.
NHA FALA
Von Flora Gomes
Portugal/Frankreich/Luxemburg 2003, 90 min.
mit englischen Untertiteln
Nha Fala erzählt die Geschichte einer jungen Guineerin, deren Eltern ihr das Singen verboten haben. Grund dafür ist ein uralter Fluch, der alle Frauen der Familie, die dieses Tabu brechen, zum Tode verurteilt. Vita entschließt sich zu einem Studium in Frankreich, wo sie schließlich anfängt, zu singen und sogar eine CD aufnimmt, deren Erfolg durch-schlagend ist. Aus Furcht, ihre Mutter könnte dahinter kommen, dass sie ihr Versprechen gebrochen hat, fasst sie den Entschluss, zurückzukehren, um ihren eigenen Tod zu inszenieren – und ihre eigene Wiederauferstehung. Die zeitgenössische Geschichte stellt einen Brückenschlag zwischen Europa und Afrika dar und zeichnet das Bild einer neuen Generation, die den Traditionen verbunden ist, aber in ihrer eigenen Zeit lebt.
Dies ist der letzte von fünf Filmen einer Reihe, die das CPL/IC gleichzeitig mit der Freien Universität Berlin in diesem Semester dem lusophonen Afrika widmet.
In Kooperation mit dem Instituto Camões der Freien Universiät Berlin und der Universität Helsinki.
Beginn 18:15h
Composição musical e composição poética
Komponist, Dichter, Perkussionist: Miguel Azguime, geb. 1960, komponiert für die verschiedensten Formationen, seien sie instrumental oder vokal, aber auch für Theater, Tanz und Kino; außerdem widmet er sich der elektroakustischen Musik.
Seine Kompositionen werden von Musikern internationalen Ranges interpretiert und auf namhaften Festivals für zeitgenössische Musik präsentiert.
1985 gründete er zusammen mit Paula Azguime das Miso Ensemble, ein Duo aus Schlagzeug und Flöte, das regelmäßig in verschiedenen Ländern Europas und Asiens auftritt und als einer der wichtigsten und innovativsten Vertreter zeitgenössischer Musik in Portugal gehandelt wird. Vielfach ausgezeichnet für seine Kompositionen und Interpretationen ist er außerdem aktiv als Musik- und Rundfunkproduzent, Festivaldirektor und Autor dreier Bände französischer Lyrik.
Neuerdings sind seine kreativen musikalischen und dichterischen Tätigkeitsfelder in Verschmelzung begriffen: die elektroakustische Multimedia – Oper Itinerário do Sal vollendete er in Berlin, wo er für das Jahr 2006 als Stipendiat des DAAD lebt.
www.misoensemble.com
Miguel Azguime
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Restauração, Brasil, Despotismo ilustrado
Im Rahmen der Vorlesung História de Portugal: da fundação à actualidade möchten das Institut für Romanistik und das Centro de Língua Portuguesa/Instituto Camões Sie herzlichst zu folgenden Veranstaltungen einladen:
| Di | 30.05. | 18.00 Uhr | A Restauração de Portugal |
| Mi | 31.05. | 13.00 Uhr | O Brasil (séculos XVII-XVIII) |
| Fr | 02.06. | 13.00 Uhr | Absolutismo e despotismo ilustrado: D. José I e o marquês de Pombal |
Prof. Dr. Pedro Cardim (Universidade Nova de Lisboa).
Pedro Cardim (Univ. Nova de Lisboa)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Die Formen der Anrede im Portugiesischen
Die Veranstaltung wird präsentiert im Rahmen vom Sokrates-Programm.
Von-Melle-Park 6 (Phil-Turm) Raum 756
Isabel Casanova (Univ. Católica Portuguesa)
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Chico Buarque. Der Musiker
Im Rahmen des Ib-Seminars “Chico Buarque” wird der Hamburger Journalist und Autor Detlef Diederichsen am Mittwoch, den 17.05.2006 (Raum 663, 16 bis 18 Uhr) anhand von mehreren Musikbeispielen den brasilianischen Songschreiber Chico Buarque vorstellen.
Diederichsen gilt im deutschsprachigen Raum als ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Música Popular Brasileira und hat dank zahlreicher Interviews mit brasilianischen Musikern wie u.a. Caetano Veloso, Gilbero Gil, Marcos Valle, Ivan Lins, Carlos Lyra und eben Chico Buarque in den vergangenen Jahrzehnten viel zu ihrer Bekanntmachung hierzulande beitragen können.
auf deutscher Sprache
Detlef Diederichsen
Posted in Vorträge
Kommentare deaktiviert
Nah am Wasser – Neues portugiesisches Kino
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.Das Centro de Língua Portuguesa (Instituto Camões) an der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Abaton Kino, mit freundlicher Unterstützung der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft und der Universität Hamburg zeigen:
Das letzte portugiesische Filmfest in Hamburg fand im November 1988 statt und lief unter dem Motto „Wo liegt Portugal?“. Das diesjährige Motto, „Nah am Wasser“, soll der Versuch einer Antwort sein. Schon der portugiesische Nationaldichter Camões bezeichnete Portugal als „jardim à beira-mar plantado“, einen „am Meeresrand gepflanzten Garten“. Mit dem Atlantik als westlicher und südlicher Landesgrenze besitzt Portugal im Verhältnis zu seiner Landmasse eine der längsten Küsten der europäischen Festlandsnationen. Wo immer man sich in Portugal aufhält, man ist nie viel weiter als 100 Kilometer vom Atlantik entfernt.
Programm:
| Do 11.5. | 20.00 | Kiss Me mit Eröffnung durch Madalena Simões |
| Sa 13.5. | 13.00 | Kiss Me |
| So 14.5. | 11.00
13.00 |
Kurzfilme “nah am Wasser” mit Einführung von Peter Koj |
| Do 15.5. | 19.00 | Kurzfilmrolle – Die Besten |
| Qui 18.5. | 20.00 | A costa dos murmúrios • Die Küste des Raunens |
| Sáb 20.5. | 13.00 | A costa dos murmúrios • Die Küste des Raunens |
| Dom 21.5. | 11.00
13.00 |
Alice |
| Seg 22.5. | 19.00 | Alice |
Einführung
Das portugiesische Kino hat es nicht leicht. Vor heimischem Publikum ist es quasi chancenlos gegen den übermächtigen kommerziellen Film nordamerikanischer Herkunft. Und im Ausland gilt der portugiesische Autorenfilm als introvertiert und schwierig und fristet eher ein Nischendasein in Kultkinos oder auf Filmfestspielen.
Das letzte portugiesische Filmfest in Hamburg fand im November 1988 statt und lief unter dem Motto „Wo liegt Portugal?“. Das diesjährige Motto, „Nah am Wasser“, soll der Versuch einer Antwort sein. Schon der portugiesische Nationaldichter Camões bezeichnete Portugal als „jardim à beira-mar plantado“, einen „am Meeresrand gepflanzten Garten“. Mit dem Atlantik als westlicher und südlicher Landesgrenze besitzt Portugal im Verhältnis zu seiner Landmasse eine der längsten Küsten der europäischen Festlandsnationen. Wo immer man sich in Portugal aufhält, man ist nie viel weiter als 100 Kilometer vom Atlantik entfernt.
Das Meer hat auch die Geschichte des Landes geprägt. Mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien, der so wichtigen Gewürzroute, wurde Portugal zum ersten europäischen global player der Neuzeit, noch vor den Spaniern und lange vor England, Frankreich und Holland. Die beiden portugiesischen Metropolen liegen nicht nur in unmittelbarer Nähe des Atlantiks, sondern zudem noch an der Mündung der beiden größten Flüsse Portugals, Lissabon am Tejo und Porto am Douro. Dazu kommen eine Reihe von Seen und Stauseen (Alqueva ist nach seiner Flutung Europas größter Stausee).
So bleibt es nicht aus, dass das feuchte Element auch in der Kunst eine große Rolle spielt: in der Malerei, der Literatur aber auch gerade im Film. Eine Reihe der gezeigten Filme spielen am Wasser (Küste des Raunens) oder in Städten am Meer (Lissabon, Porto und Tavira). Eine Kurzfilmreihe ist ganz dem Thema Wasser gewidmet: Atmen (unter Wasser) am Mondego und, am Douro Roter Fluss genauso wie Manoel de Oliveiras Frühwerk Douro Faina Fluvial. Ein weiterer Kurzfilmzyklus soll dem deutschen Publikum einen Einblick in dieses Genre geben, das in den letzten Jahren zu besonderer Bedeutung in Portugal und zu internationaler Anerkennung gelangt ist. Er zeigt, dass portugiesische Filmemacher nicht unbedingt nah am Wasser gebaut haben, sondern auch über skurrilen Humor (Kinoliebe, Verdacht) und sogar Horrorphantasien verfügen (I’ll see you in my dreams).
Hope we’ll see you at the Abaton.
Madalena Simões, Centro de Língua Portuguesa (Instituto Camões) an der Universität Hamburg
Mathias Fahrig,
Peter Koj, Portugiesisch-Hanseatische Gesellschaft
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.
Die Filme werden auch in Leipzig, Mainz, Heidelberg, Göttingen und Rostock gezeigt.
Eine Veranstaltung des Centro de Língua Portuguesa (Instituto Camões) an der Universität Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Abaton Kino. Mit freundlicher Unterstützung der Portugiesisch-Hanseatischen Gesellschaft und der Universität Hamburg.
11/05/2006 – 22/05/2006
im Abaton
Alice
So 21.5. 11.00
Mo 22.5. 19.00
P 2005, 102 Min, OmEnglUT
Buch und Regie: Marco Martins,
mit Nuno Lopes, Beatriz Batarda, Miguel Guilherme, Ana Bustorff, Laura Soveral
Weltweit verschwinden jährlich Tausende von Kindern und tauchen nie wieder auf. Ein Albtraum für die Eltern. So auch für Mário. Seit seine Tochter Alice vor 193 Tagen verschwand, ist er nicht mehr derselbe Mensch. Verzweifelt sucht er einen Hinweis, ein Zeichen. Zwanghaft geht er immer wieder die Strecke ab, von der Alice nicht zurückgekehrt ist. Er installiert sogar Videokameras und wertet die Filme aus, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kommt. Diese zwanghafte und verzweifelte Suche ist Mários einzige Möglichkeit, an die Rückkehr der geliebten Tochter zu glauben.
Marco Martins, der auch das Drehbuch zu diesem beklemmmenden Film geschrieben hat, sagt zur Interpretation des Filmes: “An der Geschichte interessierte mich vor allem das Thema der Besessenheit. Jemand verliert eine Tochter und aus dem Gefühl der Handlungsunfähigkeit heraus funktioniert er eigenständig, außerhalb der Gesellschaft, in der er lebt. Wenn er abends auf den Videos all die anonymen Gesichter sieht, wissen wir schon nicht mehr, ob diese Bilder wahr sind oder nur im Kopf von Mário existieren. Die Stadt ist ein Ort der Abstraktion, in der jemand wie Mário in tiefe Isolation geraten kann. Doch bei seiner Suche lernt er andere Menschen kennen, die in ihrer Stadt auch in gewisser Weise isoliert sind. ,Alice’ ist vor allem ein Film über die Abwesenheit.”
Auf der Quinzaine de Réalisateurs in Cannes erhielt er 2005 den Nachwuchspreis und 2006 wurde er im argentinischen Mar del Plata für die beste Regie ausgezeichnet.
Portugiesisches Filmfest “Nah am Wasser – Neues portugiesisches Kino”
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.
Marco Martins, Portugal 2005, 102 Min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
A costa dos murmúrios – Die Küste des Raunens
Do 18.5. 20.00
Sa 20.5. 13.00
So 21.5. 13.00
P 2004, 120 Min, OmEnglUT
Regie: Margarida Cardoso
Buch: Cédric Basso und Margarida Cardoso
mit Beatriz Batarda, Filipe Duarte, Mónica Calle, Adriano Luz, Luís Sarmento
Auch dieser Film spielt nah am Wasser. Die Küste des Raunens wird jedoch umspült vom Indischen Ozean. Es ist das Moçambique der 60er Jahre zur Zeit der Kolonialkriege des ausgehenden Salazar-Regimes. Die junge Evita kommt aus Lissabon, um Luís zu heiraten, einen Mathematikstudenten, der seinen Militärdienst ableistet. Bald muss die junge Braut feststellen, dass dieser mörderische und sinnlose Krieg Luís verändert hat. Er ahmt seinen Hauptmann, den Hau-Drauf Forza Leal nach und verabschiedet sich von seinen Idealen. Als das Bataillon zu einem Einsatz in den Norden des Landes abzieht, versucht sich Evita durch das Knüpfen von Kontakten in dieser Welt der Bitterkeit neu zu orientieren. Sie schließt sich Helena an, der unterwürfigen Frau des Hauptmanns, und deckt mit einem Journalisten ein Verbrechen an der schwarzen Zivilbevölkerung auf.
Die bekannte Dokumentarfilmerin Cardoso kehrt mit diesem Film in ihre alte Heimat zurück. Das Drehbuch basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lídia Jorge. Er erschien 1988 und ist der größte Erfolg der wohl bedeutendsten zeitgenössischen Autorin Portugals. Sie erhielt dafür zusammen mit ihrer Hamburger Übersetzerin Karin von Schweder-Schreiner den neu geschaffenen Albatros-Preis der Günther Grass-Stiftung. Am 10. Mai lesen Autorin und Übersetzerin aus ihrem neusten Roman (Milene) im Hamburger Literaturhaus.
Der Film wurde mit Erfolg auf den großen Filmfestivals von Venedig, Berlin und Cannes gezeigt.
Portugiesisches Filmfest “Nah am Wasser – Neues portugiesisches Kino”
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.
Margarida Cardoso, Portugal 2004, 120 Min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Kurzfilmrolle – die Besten
So. 14.5. 13.00
Mo. 15.5. 19.00
A drogaria- Der Kramladen
P 2001, Regie: Elsa Bruxelas, 24 Min, OmEnglUT
Noch findet man sie in Lissabon, die drogarias mit ihrem Krimskrams von Schrauben über Bindfäden bis hin zu Plastikgeschirr, alles auf engstem Raum abenteuerlich verstaut. Dies ist die Welt des Sr. António. Nur er findet sich hier zurecht. Bis der Sohn des Besitzers den Laden modernisiert und Regale einbaut, in denen die Ware übersichtlich untergebracht ist. Doch für Sr. António bricht alles zusammen, zumal ihm ein junger Angestellter zur Seite gestellt wird. Und so nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Ein liebevoller Abgesang auf das alte Lissabon.
História trágica com final feliz – Tragische Geschichte mit glücklichem Ausgang
P 2005, Regie: Regina Pessoa, 8 Min, OmEnglUT
Há pessoas que são diferentes, contra a sua vontade, (inevitavelmente).
Costumam ser rotuladas com vários nomes, uns de origem patológica, outros nem por isso…
Tudo o que desejam é serem iguais aos outros, misturarem-se deliciosamente entre a multidão.
Há quem passe o resto da sua vida lutando para conseguir isso, negando ou tentando abafar a sua diferença.
Outros assumem-se e dessa forma elevam-se, conseguindo assim o seu tão ambicionado lugar junto dos outros… no coração.
Prémio ARTE France, SACD e CST
Cinemaamor – Kinoliebe
P 1999, Regie: Jacinto Lucas Pires, 24 Min, OmEnglUT
Der romantische Joaquim versauert als Angestellter in einem Supermarkt. Die Aufmunterungen seines Kollegen Gaspar, alles Filmzitate, können ihn nicht aufheitern. So sucht er die Frau fürs Leben. Er findet sie, doch unter welch dramatischen Umständen! Eine augenzwinkernde Hommage an Kino und Liebe.
I’ll see you in my dreams
P 2004, Regie: Miguel Ángel Vivas, 20 Min, OmEnglUT
Ein Film für starke Nerven. In einem dürren Eukalyptuswald (natürlich, hier fehlt das heilsame Element des Wassers!) haben die Zombies ihre Herrschaft errichtet. Nur der ehrbare Arbeiter Lúcio leistet ihnen Widerstand. Doch wie lange? Der perfekt gemachte 1. Horrorfilm Portugals wurde in Amsterdam 2003 für den Goldenen Preis nominiert.
A Suspeita – Der Verdacht
P 1999, Regie: José Miguel Ribeiro, 25 Min, OmEnglUT
Ein Zugabteil, vier Reisende, ein Kontrolleur, ein Schweizer Armeemesser und ein potentieller Mörder. Ein Trip, der nur böse enden kann. Der Zeichentrickfilm voll hintergründigem Witz erhielt 2000 den Preis Cartoon d’Or.
Cartoon d’Or 2000.
www.curtasmetragens.pt/agencia/e/fil_fr.html
Portugiesisches Filmfest “Nah am Wasser – Neues portugiesisches Kino”
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Kurzfilme nah am Wasser
Douro Faina Fluvial – Harte Arbeit am Douro
P 1929, Regie: Manoel de Oliveira, 18 Min.
Das Kurzfilmdebüt von Manoel de Oliveira, ein Stummfilm aus dem Jahre 1929, beeindruckt noch heute. Manoel de Oliveira zeigt in expressiven Sequenzen das geschäftige Treiben am Ufer des Douro in seiner Heimatstadt Porto. Manoel de Oliveira, inzwischen 96 Jahre alt und noch immer aktiv (sein letzter Film: O Quinto Império) wurde 2004 in Venedig mit dem Ehrenlöwen für sein Lebenswerk geehrt.
http://www.madragoafilmes.pt/manoeloliveira/
Rio Vermelho – Roter Fluss
P 1999, Regie: Raquel Freire, 17 Min
70 Jahre später am selben Ort: der Douro und seine Brücken. Auf der Brücke Dom Luís I tut sich eine Schwangere Grausliches à la Bunuel (L’Age d’or) an. Eine weitere Schwangere wird von Straßenkindern verleitet, mit ihnen im Douro zu schwimmen (wir kennen das aus Manoel de Oliveiras erstem Spielfilm Aniki-Bóbó) und bringt unter großen Nöten ein Töchterchen zur Welt. Schlussszene: eine weitere Schwangere (oder ist es dieselbe?) tanzt und tanzt und tanzt…
Respirar (debaixo d’água) – Atmen (unter Wasser)
P 2000, Regie: António Ferreira, 45 Min.
Der junge Pedro muss sich überall mit Problemen herumschlagen: im Elternhaus, in der Schule, mit seinen Freunden. Denen macht es vor allem Spaß, ihn bei ihren Badeausflügen am Ufer des Mondego unter Wasser zu drücken. Doch Pedro ist ein Kämpfer. Er taucht immer wieder auf, rettet so sein Leben und seine Liebe zu Ana. António Ferreira, ausgebildet in Lissabon und Berlin, gelingt es, die harte Realität mit der Traumwelt des Jugendlichen zu vereinen. Bester Film Kurzfilmfestival von Brest und beste Regie Kurzfilmfestival in Badajoz.
Portugal já faz automóveis – Portugal baut schon Autos
P 1938, Regie: Manoel de Oliveira, 17 Min.
In den 30er Jahren war Manoel de Oliveira erfolgreicher Filmemacher und Rennfahrer. In diesem Stummfilm verbindet er beide Leidenschaften. Sein Rennwagen ist einer der drei von dem Ingenieur Eduardo Ferreirinha (Porto) gebauten und gelangte nach vielen Umwegen in den Besitz des Ehepaars Walter. Nach intensiven Restaurationsarbeiten zeigt er sich jetzt im alten Glanz und kann am 14. Mai vor dem Abaton besichtigt werden.
www.madragoafilmes.pt/manoeloliveira/
So schön sieht das Auto heute aus. Seine Besitzer werden den Wagen am Sonntag zur Vorstellung vor dem Abaton vorstellen.
Portugiesisches Filmfest “Nah am Wasser – Neues portugiesisches Kino”
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.
mit Einführung von Peter Koj
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert
Kiss Me
Do 11.5. 20.00
Sa 13.5. 13.00
P 2004, 120 Min, OmEnglUT
Regie: António da Cunha Telles
mit Marisa Cruz, Manuel Wiborg, Nicolau Breyner, Clara Pinto Correia, Susana Mendes, Rui Unas
Tavira in den 50er Jahren. Die junge Laura (Marisa Cruz) hat sich aus ihrem heimatlichen Dorf in diese malerische, aber verschlafene Algarvestadt vor ihrem gewalttätigen Ehemann geflüchtet. Aufnahme findet sie bei ihrer Tante Marta, die einige Jahre in den Vereinigten Staaten gelebt hat und sie in die feineren Genüsse des Lebens und die Welt des Kinos einführt. Vor allem ist es das Vorbild von Marilyn Monroe, das ihr hilft, sich mehr und mehr vom Spießertum des salazaristischen Portugals zu befreien.
Als sie die Nachricht vom Tode ihres Idols erreicht, mutiert sie förmlich zur zweiten Marilyn. Sie kündigt ihre Stelle als Näherin bei Sr. Almeida und eröffnet ihren eigenen Frisiersalon. Und wie ihr Vorbild liebt sie voller Hingebung die verschiedensten Arten von Männern: den verheirateten Filou Rodrigo, den schüchternen Lehrer Artur und den väterlichen Sr. Almeida, der sie vor allen Gefahren schützt und ihr verworrenes Leben wieder in Ordnung bringt.
António da Cunha Telles, dem Altmeister der portugiesischen Komödie, ist mit diesem Film in mehrfacher Hinsicht ein Kunststück gelungen. Abgesehen von der überzeugenden Verkörperung der portugiesischen Marilyn durch Marisa Cruz, einem 20-jährigen Model mit wenig Schauspielerfahrung, frappiert die Darstellungskunst der Schriftstellerin Clara Pinto Correia als die verruchte Tante Marta. Auch der in Portugal als Komiker populäre Nicolau Breyner gewinnt in der Rolle des Sr. Almeida an Tiefe. Vor allem aber ist es das Ineinander von Lauras Traumwelt und den harten politischen und gesellschaftlichen Realitäten des vorrevolutionären Portugals, das diesen Film so sehenswert macht. Das portugiesische Publikum zeigte sich dankbar und machte ihn zu einem kommerziellen Erfolg.
Nominated for the Golden Kikito Award (Latin Film Competition – Best Film) in the Gramado Film Festival 2005
http://www.imdb.com/title/tt0438893/
Portugiesisches Filmfest “Nah am Wasser – Neues portugiesisches Kino”
Alle Filme werden im Abaton Kino gezeigt.
António da Cunha Telles, Portugal 2004, 120 Min.
Posted in Kino
Kommentare deaktiviert























































